Albertinum bekommt eine neue Direktorin

Hilke Wagner wird neue Direktorin des Albertinums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die in Kassel geborene Kunsthistorikerin wird die Direktion des Dresdner Albertinums zum 1. November 2014 übernehmen. +++

Das Albertinum, das 2010 nach einem mehrjährigen Umbau und einer Generalsanierung als Haus für die Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart neu eröffnet wurde, beherbergt die Galerie Neue Meister und den Bereich 19. bis 21. Jahrhundert der Skulpturensammlung. Aufbauend auf seinen Schwerpunkten im 19. und 20. Jahrhundert soll sich das Albertinum künftig unter ihrer Führung auch in der Kunst der Gegenwart stärker profilieren.

Mit der Berufung von Hilke Wagner zur Direktorin ändert sich die Zuständigkeit für die Leitung des neueren Teils der Skulpturensammlung. Hilke Wagner wird sowohl die Galerie Neue Meister führen als auch die Verantwortung für die Skulpturensammlung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart übernehmen. Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich das Albertinum als ein Haus des 19. bis 21. Jahrhunderts mit unverwechselbarem Profil weiterentwickeln kann. Die weltberühmten Bestände der Skulpturensammlung mit den Hauptabteilungen Antike, Mittelalter, Renaissance und Barock sowie die bedeutende Abguss-Sammlung bleiben zunächst in der Zuständigkeit von Kordelia Knoll, der kommissarischen Direktorin der Skulpturensammlung, bis zur Bestimmung einer neuen Leitung.

 Hilke Wagner leitet seit 2007 als Direktorin den Kunstverein Braunschweig, der sich unter ihrer Führung zu einem der erfolgreichsten und angesehensten der Bundesrepublik entwickelt hat. Wagners kuratorische Laufbahn begann in der Kestnergesellschaft in Hannover, wo sie unter anderem Ausstellungen mit Santiago Sierra, Peter Doig und Barbara Kruger betreute. Beim Kunstverein Braunschweig hat Hilke Wagner in den vergangenen Jahren eine Fülle markanter Ausstellungen gezeigt, so zum Beispiel mit Rosa Barba, Marcel Dzama, Eva Kotátková oder Maria Loboda. Sie hat zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt nach Braunschweig geholt und dabei ein vielseitiges und von Interdisziplinarität getragenes Programm entwickelt. Besondere Erfolge kann sie auch in der Vermittlungsarbeit und im Fundraising aufweisen. 

Hilke Wagner: „Über den Ruf nach Dresden ans Albertinum bin ich außerordentlich glücklich. Das Haus bietet mit seinen einzigartigen Sammlungen eine hervorragende Basis, um Menschen in Dresden und auch über die Stadt und den Freistaat hinaus nachhaltig für Kunst zu begeistern. Mein Augenmerk wird deshalb neben dem Ausstellungsbetrieb vor allem der Kunstvermittlung gelten. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die einzigartige Museumslandschaft des Verbundes bietet großartige Möglichkeiten, interdisziplinäre Ausstellungskonzepte auf höchstem Niveau zu entwickeln.“

Quelle/Fotoquelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden