Alkoholverbot in Gorbitz soll kommen

Dresden - Die Zahl der Straftaten im Dresdner Westen soll laut der Polizei stark gestiegen sein. Das Ordnungsamt prüft nun den Erlass eines Alkoholverbots in Gorbitz an diversen Brennpunkten. Der Alkohol und Drogenkonsum ist nämlich in den letzten Jahren rapide gestiegen und damit auch die Anzahl der Straftaten. Seit 2015 waren es noch 16 Fälle und bereits 2018 ist die Zahl auf 268 Fälle gestiegen. An den Brennpunkten in Gorbitz darf die Polizei auch Personen ohne konkreten Anlass kontrollieren.

Ursache für die Entwicklung ist laut Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel das Aufeinandertreffen mehrerer problematischer Personengruppen auf den Amalie-Dietrich-Platz, die Höhenpromenade und den Merianplatz. Deutsche Trinker, überwiegend männlich und ohne Arbeit, soll es in diesen Bereichen schon immer gegeben haben, so Ordnungsbürgermeister Sittel, doch nun sind andere Gruppierungen hinzugekommen. Besonders die Anwohner sind von dieser Situation betroffen.

Die Polizei ist regelmäßig an den Brennpunkten in Gorbitz vor Ort und versucht, Straftaten konsequent zu verfolgen. Wird nun ein Alkoholverbot bei diesen Problemen wirklich Abhilfe verschaffen? Der Fokus müsse nämlich auch darauf liegen wie den Alkoholkranken langfristig aus der Sucht geholfen wird. Laut Sittel ist Gorbitz dennoch ein lebenswerter Stadtteil mit viel Entwicklungsperspektive und Potenzial. Sittel will trotzdem eine Verbotsverfügung erlassen, die einer gerichtlichen Prüfung standhält.

© Sachsen Fernsehen
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