Alleinerziehende und Erwerbslose in Sachsen besonders armutsgefährdet

Jeder fünfte Sachse musste im Jahr 2009 mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland auskommen und galt daher als armutsgefährdet. Damit liegt Sachsen im Durchschnitt der neuen Bundesländer. +++

Jeder fünfte Sachse musste im Jahr 2009 mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland auskommen und galt daher als armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote in Sachsen entsprach damit dem Durchschnittswert aller neuen Bundesländer (einschließlich Berlin). In den alten Bundesländern waren 13 Prozent armutsgefährdet, bundesweit lag die Quote bei 15 Prozent. D

ie Armutsgefährdung kann innerhalb unterschiedlicher regionaler Ebenen betrachtet werden. Berücksichtigt man nur die Einkommensverteilung innerhalb des Freistaates, dann verfügten im vergangenen Jahr rund 14 Prozent über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Sachsen. Dabei bestehen jedoch große Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Besonders hoch war die Armutsgefährdung der Erwerbslosen (55 Prozent), während das Armutsrisiko der Erwerbstätigen (hierzu zählen z. B. auch arbeitslos gemeldete Personen mit Nebentätigkeit) bei 8 Prozent lag. Die Armutsgefährdungsquote unter den sächsischen Rentnern betrug 6 Prozent. Auch jede/r dritte Alleinerziehende war, gemessen am mittleren Einkommen in Sachsen, von Armut bedroht (35 Prozent), die Armutsgefährdung einer Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern lag hingegen bei 10 Prozent.

Die Armutsgefährdung ist auch abhängig vom Qualifikationsniveau. Im Alter von 25 und mehr Jahren war fast jeder vierte Sachse (23 Prozent) ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur von Armut bedroht, unter den Personen mit dem Abschluss einer Berufsakademie, Hochschule o. ä. nur einer von zwanzig (5 Prozent).  

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

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