Allerletzte Chance für den BBVL

Die Leipziger Eagles empfangen am Freitag Donau-Ries und müssen am Sonntag nach Herne.

Das Ende der Saison naht und so spannend war es seit Jahren nicht mehr in der Basketball-Bundesliga der Frauen. Vor dem abschließenden Doppelspieltag sind die Platzierungen völlig offen: An der Tabellenspitze, im Mittelfeld und im Kampf um den Klassenerhalt. Ganz tief in diesem stecken
die BBV Leipzig Eagles. Doch mit ihnen noch vier weitere Teams. Zwischen dem achten und letzten Playoff-Platz sowie den beiden Abstiegsrängen elf und zwölf liegen nur Nuancen. Um möglichst langwierige Rechenspiele zu vermeiden, bleibt dem derzeit Vorletzten nur eine allerletzte Chance: Zunächst ein Heimsieg gegen den Sechsten BG WWK Donau-Ries am Freitag (20 Uhr, Sporthalle Brüderstraße) und dann ein Erfolg beim Siebten Herner TC am Sonntag (15:30 Uhr).

„Wir spielen ums sportliche Überleben in Liga eins“, bringt es Leipzigs Sportlicher Leiter Peter Maciej auf den Punkt. „Ich hoffe, dass das alle begriffen haben.“ BBVL-Coach Ritz Ingram hat das. „Am Freitag ist Freitag, der 13. und ich hoffe, dass dieser für uns kein solcher wird“, spielt der 58-jährige
Amerikaner auf das mit Aberglaube belastete Datum an.

„Wir haben unsere Lektionen gelernt“, sagt Caroline Sterner. „Und ich bin mir sicher, dass wir die letzten beiden Spiele gewinnen werden.“ Das ist auch nötig. Denn sobald eine der beiden Partien verloren geht, sind die Eagles auf mächtig fremde Schützenhilfe angewiesen. Wie diese aber auszusehen hätte, ist derzeit völlig unklar. Denn das hängt vom Ausgang der Spiele am Freitag ab.

Das interessanteste findet zwischen den mit dem BBVL punktgleichen Teams aus Freiburg und Chemnitz statt (alle 12 Zähler). Wie eng es am Ende noch werden kann, zeigt ein möglicher Fall: Gewänne Leipzig beide Spiele und Chemnitz oder Freiburg führen noch zwei Siege ein und gelänge Göttingen sowie Wolfenbüttel nur noch ein weiterer Erfolg, stünden vier Teams punktgleich da und dann würden – salopp gesagt – nur ein paar Körbe mehr oder weniger über Playoffs oder Abstieg entscheiden.