„Alles muss raus“ und Kündigungswelle – Karstadts Ende rückt näher

Leipzig – „Großer Abverkauf“ und „Alles muss raus“ – mit bunten Plakaten weist Karstadt in der Leipziger Innenstadt auf sein baldiges Ende hin.

Trotz der niedrigen Preise sind die Kunden über die Zukunft des Kaufhauses entsetzt.

Das Warenkaufhaus stritt sich monatelang mit dem Vermieter „Even Capital“ um dessen Mietforderung. Eine 70-prozentige Mieterhöhung forderte das Immobilienunternehmen – für Karstadt würde das massive wirtschaftliche Einbußen bedeuten. Der Vermieter kündigte der Filiale und diese nun seit Ende August rund 400 Mitarbeitern den Vertrag. Damit wurde eine Klagewelle beim Arbeitsgericht losgetreten.

Gegen diese „Änderungskündigung aus betrieblichen Gründen“ reichten 54 Betroffene eine Kündigungsschutzklage ein. Mit einer Entscheidung seitens des Arbeitsgerichts kann allerdings erst im nächsten Jahr gerechnet werden.
Autor: Felix Schütze