Alles neu und viel Platz – vier Schulen gehen (wieder) in Betrieb

In der neugegründeten 144. Grundschule in Pieschen, im Hans-Erlwein-Gymnasium in Gruna, im Marie-Curie-Gymnasium in der Altstadt und im Neubau des Gymnasiums Bürgerwiese wird ab September der Schulbetrieb wieder aufgenommen.+++

Seit 2009 ist Dresden Geburtenhauptstadt Deutschlands. Und nach den aktuelle Prognosen der Stadtverwaltung werden die Geburtenzahlen in den nächsten Jahren weiter steigen. „Mit 16 Schulneugründungen, 20 Schulhausneubauten und Sanierungen ehemaliger Schulstandorte sowie zahlreichen Schulerweiterungen reagieren wir auf diese Herausforderungen“, so Bürgermeister Winfried Lehmann. Dieser besuchte heute, 28. August, vier Schulbauten, die zum kommenden Schuljahr erstmalig oder wieder den Schulbetrieb aufnehmen.

Mit der neugegründeten 144. Grundschule in Pieschen wird der erste komplett neue Schulstandort seit der Wende seinen Betrieb aufnehmen. Rund 10,4 Millionen Euro hat die Stadt dafür in den letzten zwei Jahren investiert. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit mehr als drei Millionen Euro. Bürgermeister Lehmann weist auf die Besonderheit der fertigen Schule hin: „Wir haben hier eine für uns neue modulare Bauweise verwendet. Die im Werk vorgefertigten Bauelemente wurden hier am Standort montiert. Dadurch konnten wir die Bauzeit deutlich reduzieren und die Schule kann schon dieses Schuljahr eröffnet werden.“ Voraussichtlich 64 Grundschülerinnen und -schüler werden in die neue Schule ziehen.

Mit dem Hans-Erlwein-Gymnasium in Gruna und dem Marie-Curie-Gymnasium in der Altstadt können zwei Schulen zum neuen Schuljahr wieder an ihre Stammsitze zurückziehen. Beide wurden denkmalgerecht saniert und erhielten jeweils eine neue Dreifeld-Sporthalle. Am Marie-Curie-Gymnasium wurde zusätzlich ein Erweiterungsbau errichtet. In diesem ist neben den Fachkabinetten und der Bibliothek die Mensa zu finden. Das Hans-Erlwein-Gymnasium blieb in seiner äußeren Form erhalten. Zahlreiche Umbauten im Inneren des 100 Jahre alten Schulgebäudes ermöglichen jetzt einen modernen Schulbetrieb in historischem Gewand. Fast 42 Millionen Euro lässt sich die Stadt Dresden die beiden Sanierungen kosten, rund 13 Millionen steuert der Freistaat Sachsen dazu bei.

Nur über den Schulhof ziehen die Schüler und Lehrer des Gymnasiums Bürgerwiese  – vom Altbau der ehemaligen Sportmittelschule auf der Geret-Palucca-Straße in den fertigen Neubau des Gymnasiums am Lennéplatz. Gleich daneben steht die neue Dreifeld-Sporthalle der Schule. Das erst 2008 neu gegründete Gymnasium nimmt damit echte Formen an. Als Besonderheit wurde der Neubau mit einer Regenwasser-Versickerungsanlage sowie einer unterirdische Zisterne versehen, mit deren Wasser zukünftig die Toiletten und die Urinale der Schule gespült werden. Mehr als 26 Millionen Euro investiert die Stadt, mit knapp sieben Millionen Euro fördert der Freistaat Sachsen die Neubauten. Für bis zu 960 Schüler ist in dem Neubau Platz.

Nach der im Herbst beginnenden Sanierung des Altbaus an der Gret-Palucca-Straße werden ab Sommer 2016 bis zu 1 300 Schüler in diesem Gymnasium lernen können. „Leider sind nicht alle Gewerke zum Schuljahresanfang ganz fertig geworden. Ich hoffe aber, dass die Freude über die neuen Schulen die noch auszuführenden Restarbeiten bei den Schülerinnen und Schülern und der Lehrerschaft überwiegt“, meint Bürgermeister Lehmann.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden