Als noch Gleichstrom produziert wurde …

Penig/Amerika. Die neue Wasserkraftanlage liefert ihren Strom nur ins Netz. Sie ist in der Mulde auch mit einer Fischaufstiegshilfe ausgestattet.

Die Wasserkraftanlage an der Mulde in Amerika ist immer einen Besuch wert. Kein Wunder, dass die selten durchgeführten Führungen stets gut besucht sind. Die Turbine liefert ihren Strom nur ins Netz. Um arbeiten zu können, benötigt sie Fremdstrom.

Früher arbeitete eine Gleichstromturbine und deckte den Strombedarf für die Baumwollspinnerei ab. Die Maschinen hatten Motoren zum Voranlassen, damit sie langsam Hochdrehen können , sagte Hermann Richter, der sich bestens mit der Technik auskennt. In den 60er Jahren wurde auf 220 Volt umgestellt und alles andere abgeschafft. Die Turbine verfiel langsam.

Der acht Meter breite und vor der Turbine neun Meter tiefe Flutgraben wurde später mit Müll aufgefüllt. Mit der Sanierung der Wasserkraftanlage wurde der Graben wieder freigelegt. Der Müll musste nach Ronneburg zu den Schächten als Sondermüll transportiert werden.

Die neue Wasserkraftanlage besitzt auch eine acht Meter breite und 34 Meter lange Fischaufstiegshilfe. Aller drei Meter gibt es Aufstiegsöffnungen.
In der Wasserkraftanlage kann auch eine Dampfturbine besichtigt werden. Diese stammt aus der Peniger Papierfabrik und wurde neu aufgestellt, um sie der Nachwelt zu erhalten.