Altchemnitz bekommt Hochwasserschutz: Weiterer Bauabschnitt begonnen

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat in dieser Woche mit einem weiteren Bauabschnitt zum Hochwasserschutz von Altchemnitz begonnen. Zwischen der Mündung der Würschnitz in die Chemnitz und der gesperrten Straßenbrücke Harthauer Straße wird die bestehende Stützmauer erhöht. Daran anschließend soll ein neuer Deich mit Betonkerndichtung gebaut werden.

Außerdem wird in diesem Gewässerabschnitt ein Wehr beseitigt und die gesperrte Brücke Harthauer Straße abgerissen. Dieser Bauabschnitt ist etwa 550 Meter lang, wobei rund 390 Meter davon auf den neuen Deich entfallen. Insgesamt kosten die Arbeiten in diesem Abschnitt etwa 1,7 Millionen Euro. Im Frühjahr 2012 soll er fertiggestellt sein.

Ab Mai dieses Jahres wird dann unterhalb der Chemnitzbrücke Harthauer Straße das linke Ufer mit Blocksteinsätzen gesichert sowie der Deich am linken Ufer weitergeführt. Am Harthwaldbach wird eine Hochwasserflutrinne errichtet. Der Deich wird entlang der Rinne weitergeführt, um die dahinterliegenden Häuser zu schützen. Über die Flutrinne wird künftig eine befahrbare Brücke führen. Außerdem werden 18 Meter Hochwasserschutzmauer und rund 270 Meter Binnenentwässerung einschließlich eines Pumpwerkes gebaut.

Bereits seit Herbst vergangenen Jahres wird an der Chemnitz auf der rechten Uferseite ein 500 Meter langer sowie auf der linken Uferseite ein 250 Meter langer Deich saniert. Für beide Deiche hatte die Landestalsperrenverwaltung eine Deichzustandsanalyse erstellt. Dabei wurde festgestellt, dass diese sanierungsbedürftig sind. Im Sommer 2011 sollen die Deiche fertiggestellt sein.

Ziel der Bauarbeiten ist es, die Orte Altchemnitz und Harthau künftig vor einem Hochwasser zu schützen, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100). Dafür werden insgesamt rund 7,5 Millionen Euro investiert, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen stammen.