Alte Arbeitsanstalt könnte Kulturzentrum werden

Auf dem Gelände der Alten Arbeitsanstalt an der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt könnte ein Interkulturelles Zentrum entstehen. Die Häuser stehen seit etwa 10 Jahren leer. Zuletzt hatte das Sozialamt eine Sanierung zum Flüchtlingsheim aus Kostengründen abgelehnt.

Auf dem Gelände der Alten Arbeitsanstalt an der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt könnte ein Interkulturelles Zentrum entstehen. Die Häuser stehen seit etwa 10 Jahren leer. Zuletzt hatte das Sozialamt eine Sanierung zum Flüchtlingsheim aus Kostengründen abgelehnt. Der Dresdner Verein Elixir, der seit Oktober besteht, hat sich mit dem Komplex auseinandergesetzt und eine Idee für die Nutzung erarbeitet. Entstanden ist ein Konzept für die Bebauung und Nutzung der Flächen in Zusammenarbeit mit Architekten. Mittlerweile hat die Stadt den Gebäudekomplex zum Verkauf ausgeschrieben. Das Liegenschaftsamt wollte etwa 1.3 Millionen Euro für das denkmalgeschützte Gebäude haben. Bis zum 21. Januar lief das Bieterverfahren. Auch der Verein Elixir spielte mit dem Gedanken mitzubieten, lehnte jedoch ab. Sie wollen den Verkauf stoppen, damit das Gelände in städtischer Hand bleibt. Unterstützung bekommen sie dabei von verschiedenen Seiten.

In der Arbeitsanstalt, aus dem Jahre 1876, wurden sogenannte Arbeitsunwillige einquartiert. Zu DDR-Zeiten wurden hier die Rekruten für die Nationale Volksarmee untersucht. Zuletzt hat das Gebäude vor allem die Bundespolizei für Übungen genutzt bevor das Kunstfestival Ornö hier Station machte.
Jetzt könnte auf dem Gelände mit einer Fläche von 12.700 m² ein interkulturelles Modell-Projekt entstehen. Vergleichbare Modelle in München oder Augsburg zeigen, dass es funktionieren kann.
Derzeit werden die eingegangenen Angebote vom Liegenschaftsamt geprüft. Wann die Entscheidung fällt, dazu wollte sich die Stadt nicht äußern.