Altes Technisches Rathaus in Dresden wird zur Flüchtlingsunterkunft

Am Freitag haben Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes und des Deutschen Roten Kreuzes mit der Einrichtung des Gebäudes an der Hamburger Straße begonnen. Das Haus soll Platz für 450 Asylsuchende bieten. +++

Die Landesdirektion Sachsen wird ab heute Abend das ehemalige Technische Rathaus an der Hamburger Straße in Dresden zur interimistischen Erstunterbringung von Asylbewerbern nutzen. Das Gebäude bietet Unterkunft für bis zu 450 Asylsuchende.

Der Oberbürgermeister der Stadt Dresden wurde über die bevorstehende Inbetriebnahme der Einrichtung durch Vertreter der Staatsregierung informiert.

Gegenwärtig werden am Unterbringungsort die erforderliche soziale und medizinische Betreuung, der Wachdienst sowie die Verpflegung für die neu ankommenden Asylbewerber vorbereitet. Betreuer der Asylbewerber wird vor Ort das Deutsche Rote Kreuz sein.

Hintergrund der Unterbringung von Asylsuchenden im ehemaligen Technischen Rathaus ist der unverändert hohe Zustrom von Asylbewerbern nach Sachsen. Die immer wieder erweiterten Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung sind permanent im Grenzbereich beansprucht. Gegenwärtig ist täglich mit dem Eintreffen von etwa 300 neuen Asylbewerbern in Sachsen zu rechnen. Hinzu kommen weitere Neuankömmlinge, die von Südeuropa kommend nach München per Zug gereist sind und nun von dort aus weiter in die Bundesländer verteilt werden. Die zügige Inbetriebnahme der Unterbringungsmöglichkeit in Dresden ist wichtig, um Obdachlosigkeit für Asylbewerber zu vermeiden.

In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres hat der Freistaat Sachsen mehr als 15.200 Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es ca. 5.900. In den letzten Wochen hat sich die Dynamik des Zugangs noch einmal deutlich erhöht. Allein im August sind rund 5.760 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist momentan bereits mit rund 11.200 Asylbewerbern belegt.

Quelle: Landesdirektion Sachsen

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