Am 24. Juni ist Johannistag

Genau zwischen Weihnachten und Weihnachten liegt der Johannistag.

Denn der 24. Juni wird nach alter Tradition als der Geburtstag von Johannes dem Täufer begangen. Aber was hat es mit diesem Mann aus der Bibel und dem Datum auf sich?

Johannes war ein asketischer Mensch, der unter freiem Himmel predigte und die Leute zur Selbstkritik und zur inneren Umkehr aufgerufen hat. Von ihm wird berichtet, dass er im Fluss Jordan die bußfertigen Menschen taufte. Deshalb sein Beiname: der Täufer.

Und dort, am Jordan, kam es zu einer Begegnung zwischen Johannes dem Täufer und Jesus. Jesus ließ sich auch von ihm taufen. Doch dem Johannes war klar, dass Jesus derjenige ist, der die Liebe Gottes ganz deutlich in die Welt trägt, und dass er selbst lediglich ein Vorbote von Jesus ist. So gibt es auch den Ausspruch von Johannes: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Das ist nicht körperlich gemeint, sondern auf die Botschaft und die Bedeutung der beiden Personen bezogen.

Wobei wir beim Datum sind: Indem zu Weihnachten, am 24. Dezember, die Geburt von Jesus gefeiert wird, kommt zum Ausdruck, was der Johannes sagte: „Er muss wachsen.“ Denn die Helligkeitsdauer der Tage wächst nach Weihnachten an. Indem am Johannistag, am 24. Juni, die Geburt von Johannes dem Täufer gefeiert wird, kommt ebenfalls zum Ausdruck, was der Johannes sagte: „Ich aber muss abnehmen.“ Denn die Helligkeitsdauer der Tage wird nach dem Johannistag geringer.

So hat es eine wichtige symbolische Bedeutung, dass das Weihnachtsfest zur Zeit der Wintersonnenwende gefeiert wird und dass der Johannistag in der Nähe der Sommersonnenwende liegt.

Text: Stephan Brenner, Pfarrer

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