Am 26. April jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe

24 Jahre sind vergangen und immer noch müssen Millionen von Menschen mit den Konsequenzen der Katastrophe zurechtkommen. Kinder mit Spätfolgen der Reaktorkatastrophe kuren regelmäßig in der Region Dresden. +++

Regelmäßig halten sich Kinder mit Spätfolgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Kinderheim Volkersdorf auf, um sich zu erholen. Unter anderem feierten Sie dort Fasching.

Sehen Sie hier ein Video dazu. 

Aus einer Pressemitteilung des WECF, Women in Europe for A Common Future, ist ein Netzwerk aus 100 Frauen- und Umweltorganisationen vom 25. April 2010.

Tschernobyl-Tag – Nuklearenergie kann niemals eine Lösung für den Klimawandel sein!
Am 26. April gedenkt unser Planet einer der traurigsten Tage in der Geschichte der Menschheit – der Tschernobyl – Katastrophe. 24 Jahre sind vergangen, und immer noch müssen Millionen von Menschen mit den Konsequenzen der Katastrophe zurechtkommen. Das Ausmaß des Tschernobyls -Unfalls ist immer noch schwierig einzuschätzen: nicht nur, weil Daten geheim gehalten und Untersuchungen und Berichte geändert werden, sondern auch weil sich das betroffene Gebiet weit über Weißrussland, die Ukraine und Russland hinaus erstreckt.

Eine Millionen Kinder sind immer noch dazu verurteilt, in einer durch Radionuklide aus Tschernobyl verseuchten Umwelt zu leben. Die chronische Verstrahlung dieser Kinder hat erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit. In Weißrussland sind heute 85% der Kinder in verseuchten Gebieten erkrankt; vor der Explosion lag dieser Anteil bei 15,2%. Der Gesundheitsminister aus Russland stellte 2001 fest, dass 10% der 184,000 Liquidatoren gestorben und ein Drittel invalid waren. Die Ukraine stellte 260,000 Liquidatoren bereit. 

 Sascha Gabizon, Direktorin von WECF, kommentiert: “Angesichts der wachsenden Lobby von der Nuklearindustrie haben wir einen Brief an die WGO geschickt, in dem wir zu größerer Transparenz und zu einer Untersuchung über die Gesundheitseffekte durch den nuklearen Brennstoffkreislauf aufrufen. Weiterhin fordern wir eine Anpassung des Übereinkommens mit der IAEA, um dieses ähnlichen Vereinbarungen mit anderen UN – Organisationen wie der FAO, UNESCO und UNIDO, die keine solche Klauseln beinhalten, anzupassen.“

Sascha Gabizon fügt hinzu: “Nicht nur in Tschernobyl, sondern auch im Navajo-Reservat in Colorado, in Mali und Südafrika, in Indien und im Niger, in Kasachstan und Russland, im Irak und dem pazifischen Ozean, und vor unserer Haustür in Asse/Deutschland und Tricastin/Frankreich, wird die Gesundheit der lokalen Bevölkerung erheblich beeinträchtigt oder ist durch den nuklearen Brennstoffzyklus in großer Gefahr. Es kommt nicht von ungefähr, dass es keine private Versicherungsgesellschaft gibt, die die Risiken der Atomindustrie übernehmen will. Die Gefahren der Nuklearkraft sind unakzeptabel für die Menschheit. Wir sollten unsere Regierungen dazu aufrufen, aufzuhören, unsere Steuern an eine Industrie zu verschwenden, die nach 50 Jahren und nach Milliarden von ausgegebenen Dollars nicht dazu fähig war, eine überzeugende Lösung für eines ihrer Hauptprobleme, die sichere Stilllegung von Atomkraftwerken und die tausendjährige Endlagerung von Nuklearabfall, zu finden”.

Was die Dresdner 24 Jahre nach dem Unglück von der Kernenergie halten, sehen Sie im Video.

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