Am Martinstag beginnt die Saison für den Gänsebraten

80.000 schmackhafte Gänse aus Sachsen warten auf Käufer

Heimische Gänse aus artgerechter Weidehaltung sind eine kulinarische Sünde Wert, so der Tipp aus dem Umwelt- und Landwirtschafts- ministerium zum Martinstag. Rund 80.000 sächsische Gänse warten auch in diesem Jahr auf Käufer mit Appetit. „Die Gans aus der Region steht für Qualität“, so Minister Steffen Flath. Freilandhaltung und die mindestens sechsmonatige Mastzeit würden für schmackhaftes Fleisch und im Vergleich zur Hafermastgans für einen deutlich geringeren Fettgehalt bürgen. In Sachsen gibt es 250 gänsehaltende Betriebe und Direktvermarkter, bei denen der Festtagsbraten gekauft werden kann. Ein besonderes Erlebnis ist in jedem Jahr der Wermsdorfer Gänsemarkt, der täglich vom 1. bis zum 24. Dezember geöffnet hat. Hier kann man sich vor Ort über die Haltungsbedingungen informieren und seinen Braten kaufen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, erblickten in Sachsen bis Ende August 423.500 Gänseküken das Licht der Welt. Das sind knapp die Hälfte aller in Deutschland geschlüpften Gössel, jedoch 17 Prozent weniger als noch im Vorjahr. In den letzten Jahren haben Ungarn und Polen ihre Zucht deutlich verstärkt. Die durch die Stopfleberproduktion anfallenden Schlachtkörper bzw. Teilstücke drängen zu günstigen Preisen auf den hiesigen Markt. Aber auch Gänse, die in diesen Ländern innerhalb von zwei Monaten im Stall auf ihr Verkaufsgewicht getrimmt werden, erobern die Supermarktregale.