Am Sonntag wird an der Uhr gedreht

Chemnitz- Vor oder zurück? Diese Frage stellen sich die Deutschen seit 1980, zwei mal im Jahr. Grund ist die Umstellung auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit. Am Sonntag heißt es wieder eine Stunde länger Schlafen, denn die Uhren werden von 3 Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt.

Doch damit soll schon bald Schluss sein. Denn ab dem kommenden Jahr soll die Zeitumstellung abgeschafft werden. Wie die Chemnitzer dazu stehen, das haben wir in Erfahrung gebracht. Die Interviews finden Sie in unserem Videobeitrag.

Bei einer europaweite Umfrage im Sommer, haben sich 84 Prozent der rund 4,6 Millionen befragten Bürger gegen die jährliche Zeitumstellung ausgesprochen. Aus diesem Grund beschloss die EU-Kommission, die Zeitumstellung in allen europäischen Ländern abzuschaffen. So werden voraussichtlich bis 31. März 2019 die Uhren das letzte Mal in den EU-Staaten auf Sommerzeit umgestellt. Alle EU-Regierungen und das Europaparlament müssen der Abschaffung jedoch noch zustimmen.

Dann steht allerdings noch die Frage im Raum, an welcher Zeit sich zukünftig jedes einzelne EU-Land orientieren wird, Sommer- oder Winterzeit? Die Bürger der Stadt sind sich nahezu einig, dass die Normal- oder Winterzeit im nächsten Jahr zur deutschen Standardzeit werden soll.

Sowohl die Sommer- als auch die Winterzeit haben unterschiedliche Vorteile für den menschlichen Organismus. Wenn in Deutschland sich zukünftig die Winter- oder auch Normalzeit durchsetzt, wird es über das ganze Jahr mehr Licht in den Morgenstunden geben und weniger am Abend. Nach einer Studie entspricht die Winterzeit dem natürlichen Tag-Nacht-Wechsel im Jahresverlauf am besten. Aus diesem Grund ist aus medizinischer Sicht die Winterzeit für den Menschen gesünder.

Sollte sich wiederum die Sommerzeit durchsetzen, bedeutet das am Abend mehr Licht, dafür weniger am Morgen. Neuesten Erkenntnissen zufolge wirkt sich die Sommerzeit vor allem positiv auf die Gesundheit der Kinder aus, da diese sich eine Stunde länger im freien bewegen und austoben können.