„Am Waldrand“ ist der schönste KGV Dresdens

Dresden - Das Gärtnern ist für viele Sachsen nicht nur ein abwechslungsreiches Hobby, sondern auch eine Leidenschaft. Wer dann noch über seinen Gartenzaun hinausschaut und sich im Kleingartenverein engagiert, kann neben neuen Freundschaften auch etwas für seinen Stadtteil tun. Die Qualität des Vereinslebens und der Zugang zur Öffentlichkeit waren nur zwei von vielen Kriterien des 16. Wettbewerbs um die „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“.

Immer mehr Sachsen, vor allem auch jüngere Generationen zieht es in die Kleingärten. Neben einem gepflegten Aussehen und dem Anbau von Obst und Gemüse können die Hobbygärtner auch am Vereinsleben teilnehmen. Unter anderem dafür wurde die Kleingartenanlage „Am Waldrand" zwischen dem Dresdner Stadtteil Pieschen und Radebeul dieses Jahr ausgezeichnet. Vorsitzender des KGV "Am Waldrand" Ronny Richter hat den Wanderpokal "Flora" von Oberbürgermeister Dirk Hilbert persönlich erhalten.

Ronny Richter, 1. Vorsitzender des KGV "Am Waldrand" freut sich über den Pokal. Er sagt, der Verein habe sich auch in den letzten Jahren immer wieder beworben. Das letzte Mal hätte die Anlage 2005 oder 2006 gewonnen, weshalb es umso schöner sei, den Pokal nach der langen Zeit wieder zu erhalten.

Die Kriterien, die dem Verein den Titel „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“ beschert haben, waren zum Beispiel Gesamteindruck, Berücksichtigung des Umweltschutzes, Kontaktpflege zum Wohnumfeld, Gestaltung und Pflege der öffentlichen Plätze und auch die Umsetzung des Mottos „Kreative Gärten-bunte Vielfalt". Dresden besitzt ca. 360 Kleingartenanlagen mit über 23.000 Parzellen. Davon haben 18 vereine teilgenommen, von denen sich "Am Waldrand" zurecht abgehoben hat.

Frank Hoffmann, 1. Vorsitzender des Stadtverbands "Dresdner Gartenfreunde" e.V. erklärt, die KGV hätte in den letzten Jahren eine große Umgestaltung durchlebt. Die Anlage habe einen öffentlichen Wanderweg, sowie Projektgärten wie einen Schul- und Gemeinschaftsgarten, die einen Mehrwert für die Öffentlichkeit hätten.

Neben dem Pokal wurden am "Tag des Gartens" mit musikalischer Begleitung eines Quartetts der Dresdner Philharmonie weitere Preise verliehen. Dazu gehörten drei Sonderpreise für Gartenanlagen, sowie "Stecknadeln" für Gärtner, die durch hohes Engagement auffielen. Die Sieger haben neben Urkunden auch Gutscheine und Preisgelder erhalten. Für die 1000€ Gewinnerprämie hat Richter schon eine Verwendung. Er sagt, es gäbe viele spannende Projekte, die im Bereich Umwelt angesiedelt sind. So wird ein Teil für 'Grüne Wege' verwendet, sowie für mehr Pflanzen, was die Botaniker des Vereins erfreuen wird. 

Der Pokal wird nun ein Jahr lang das Vereinshaus schmücken - bis der Wettbewerb in der 17. Auflage einen neuen Sieger sucht. Dann lautet das Motto: „Kleingartenwesen im Wandel - gemeinschaftlich und generationsübergreifend“