Ambulanz für Asylsuchende in Chemnitz

Die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch hat am Freitagvormittag die neue „Internationale Flüchtlingsambulanz“ in Chemnitz besucht.

Für die ärztliche Versorgung von Asylbewerbern ist die ehemalige Rettungsstelle des Chemnitzer Klinikums an der Flemmingstraße innerhalb kurzer Zeit in eine Praxis verwandelt worden.

Betrieben wird die Einrichtung von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, die zu diesem Zweck drei Ärzte eingestellt hat. Diese stammen unter anderem aus Syrien und können sich deshalb auf Arabisch mit einem Großteil der Patienten verständigen.

Die Sprachbarriere war in der Vergangenheit eine der schwierigsten Hürden bei der medizinischen Behandlung der Flüchtlinge.

Interview: Barbara Klepsch (CDU), Sächsische Gesundheitsministerin

In der Ambulanz erhalten die Asylsuchenden die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Gesundheitsversorgung. Dazu steht die Praxis von Montag bis Freitag den Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtungen offen.

Für den Betrieb konnte die noch vorhandene Einrichtung der ehemaligen Rettungsstelle genutzt werden, notwendiges medizinisches Gerät wurde extra beschafft. Das nichtmedizinische Personal wird vom Klinikum Chemnitz gestellt.

Interview: Dr. oec. Ute Dornheim, Verwaltungsdirektorin Klinikum Chemnitz

Der Nutzungsvertrag für die Chemnitzer Asylambulanz läuft zunächst befristet bis zum 30. Juni des kommenden Jahres. Am Jahresende soll in allen drei sächsischen Metropolen eine Zwischenbilanz gezogen werden.

Interview: Barbara Klepsch (CDU), Sächsische Gesundheitsministerin

Aus Sicht der Ministerin sind die Flüchtlingsambulanzen bereits erfolgreich gestartet. Wenn sich das Modell weiter bewährt, könnte es auch auf andere Regionen in Sachsen ausgeweitet werden.