Fr., 28.11.2025 , 17:38 Uhr

Zum Übergang in die Legacy-Phase zieht die Kulturhauptstadt eine erste Vorbilanz

Chemnitz 2025: Ein Jahr im Fokus – Lichtinstallation zum Start ins Finale

Oelsnitz/Erzgebirge- Zum Übergang in die Legacy-Phase zieht die Kulturhauptstadt eine erste Vorbilanz: Millionen Besucher, neues Selbstbewusstsein und ein starkes Zeichen aus Oelsnitz. James Turrells Lichtinstallation Beyond Horizons 2025 läutet das Finale eines Jahres ein, das weit in die Region hineinwirkt.

Das Kulturhauptstadtjahr geht am Wochenende in die Legacy-Phase über. Am Freitag wurde in Oelsnitz sozusagen eine Vorbilanz gezogen. Im Rahmen der Eröffnung des Kunstwerks Beyond Horizons 2025 wagten die Verantwortlichen einen Rückblick. Zwar sind noch nicht alle Zahlen zusammengetragen, doch das, was man bisher weiß, beeindruckt: Besucherzahlen im Millionenbereich – ein Ergebnis, das auch den Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze beeindruckte. Aus Sicht des Stadtoberhauptes gilt das Kulturhauptstadtjahr als voller Erfolg. Und auch an anderer Stelle habe der Titel etwas verändert – etwas, das sich nicht in Zahlen messen lässt: Selbstbewusstsein. Viele Bürgerinnen und Bürger würden nun anders auf ihre eigene Stadt blicken. Das habe auch mit den positiven Rückmeldungen der zahlreichen Gäste zu tun. Vor allem aber hätten sich die Chemnitzerinnen und Chemnitzer als hervorragende Gastgeber gezeigt und so maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

Der Ort der Bilanzierung war nicht zufällig gewählt. Der Titel galt nie nur für die Stadt Chemnitz, sondern für die gesamte Region – Stichwort Purple Path. In diese Reihe fügt sich nun ein neues, spektakuläres Kunstwerk ein: Die Lichtinstallation Beyond Horizons 2025 von James Turrell hebt das Gefühl von Zeit und Raum nahezu auf. Spektakulär, was dort entstanden ist – auch wenn der Aufenthalt im Kunstwerk nicht ausschließlich Wohlfühlatmosphäre erzeugt. Ebenjene Wohlfühlatmosphäre herrsche jedoch zwischen Chemnitz und den Gemeinden vor den Toren der Stadt. Das sei aus Sicht von Sven Schulze zwar nicht völlig neu, allerdings habe das Kulturhauptstadtjahr die Zusammenarbeit deutlich intensiviert. Mit Blick auf konkurrierende Ballungsräume sei das eine notwendige und zukunftsweisende Entwicklung.

Mit dem Übergang in die Legacy-Phase endet das Kulturhauptstadtjahr nicht, es verändert lediglich seine Form. Die Projekte, Partnerschaften und neuen Perspektiven wirken weiter – auf Stadt und Region gleichermaßen. Beyond Horizons steht dafür sinnbildlich: als Kunstwerk, das den Moment überstrahlt, und als Zeichen dafür, dass Chemnitz und Südwestsachsen den Weg in die Zukunft gemeinsam gehen wollen.