Amtsgericht Dresden verurteilt Plagiathändler

Gefälschte Marken, Kennzeichenverletzung und Umsatzhinterziehung – seit 2006 ist die Polizei dem Mann auf der Spur. Jetzt wurde ein Urteil gesprochen. +++

Nach 40 Verhandlungstagen sprach das Amtsgericht Dresden am 17.11.2011 das Urteil gegen einen 41-jährigen Dresdener, der über Jahre hinweg über verschiedene Internetplattformen mit gefälschten Bekleidungsstücken und Accessoires gehandelt hatte.

Das Gericht sah die dem Angeklagten vorgeworfene gewerbsmäßige strafbare Kennzeichenverletzung in 3.629 Fällen sowie Umsatzsteuerhinterziehung in 19 Fällen als erwiesen an. Daneben wurden ihm 28 Fälle von Betrug, des weiteren Urkundenfälschung, vorsätzlicher Bankrott und Falscher Versicherung an Eides statt nachgewiesen. Für diese Taten verhängte das Gericht eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Zusätzlich wurde gegen den Angeklagten ein 3-jähriges Berufsverbot bezüglich der unternehmerischen Tätigkeit im Fernabsatz – und Onlinehandel mit Waren ausgesprochen, welches sich seiner Strafverbüßung anschließt.

Seit 2006 hat die Polizei tausende gefälschte Markenartikel, umfangreiche Unterlagen und Computertechnik sicher gestellt. Doch das beeindruckte den Mann wenig, er machte weiter. Ihm stehen nun 4 Jahre Haft, Berufsverbot und mehrere Geldstrafen, wegen umfangreichen zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen von mehr als 20 geschädigten Markeninhabern bevor.

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

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