Angebot an Ausbildungsstellen gestiegen

Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen stieg laut der Bundesagentur für Arbeit im Vorjahresvergleich um fast drei Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der gemeldeten Bewerber um über 17 Prozent. Diese gegensätzliche Entwicklung und wo es in Sachsen mehr Ausbildungsangebote als Bewerber gibt, zeigt die Bilanz der ersten sechs Monate des aktuellen Berichtsjahres.

„Die steigende Nachfrage an Fachkräften in diesem Jahr kann zu einem deutlichen Plus an betrieblichen Lehrstellen führen. Gleichzeitig sinken die Schulabgängerzahlen, so dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt entschärfen wird“, bilanziert Ralph Burghart, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die ersten sechs Monate des aktuellen Ausbildungsjahres.

Ein weiterer Grund für den Rückgang der Bewerberzahlen ist die wachsende Eigeninitiative der Jugendlichen. Die Bewerber mit guten Noten versuchen zunächst ohne die Unterstützung der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz zu finden. In den vergangenen Jahren haben sich diese Jugendlichen oft erst nach den ersten Absagen bei der Berufsberatung gemeldet. Dann ist es nicht einfach, einen passenden Ausbildungsplatz zu vermitteln oder den alternativen Ausbildungswunsch zu erfüllen.

Bei dem Blick auf die „TOP 10“ der Ausbildungswünsche zeigt sich, dass sich die Wunschberufe im Vergleich zu den vergangenen Jahren kaum verändert haben. Das Berufsbild der Jungen und Mädchen ist immer noch sehr deutlich von Modeberufen geprägt. So finden sich in der Hitliste ganz vorn die Einzelhandelskaufleute, Verkäufer, Bürokaufleute, Kfz-Mechaniker, Köche und Friseure wieder.