Angeklagter gesteht Gründung von Neonazi-Kameradschaft „Sturm 34“

Dresden (dapd-lsc). Im Verfahren gegen fünf mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppe „Sturm 34“ hat einer der Angeklagten am zweiten Prozesstag die Gründung der Kameradschaft eingeräumt.

Es habe aber weder Mitgliederlisten noch Satzungen gegeben, sagte der Mann am Freitag vor dem Landgericht Dresden. Den heute zwischen 23 und 44 Jahre alten Angeklagten wird unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

„Sturm 34“ war 2007 vom Innenministerium verboten worden. Ziel der Gruppierung war es nach Erkenntnissen der Ermittler, die Region Mittweida von Ausländern und „Andersdenkenden“ zu säubern.

dapd