Angeklagter im Mordfall Daniel H. bleibt in Haft

Chemnitz- Im Prozess zum tödlichen Messerangriff von Chemnitz im vergangenen August bleibt der Angeklagte weiter in Haft. Das teilte der Staatsanwalt Stephan Butzkies am Freitag nach dem 15. Verhandlungstag mit.

Als Begründung wurde angegeben, dass aufgrund des Gesamtergebnisses der bisherigen Beweisaufnahme der dringende Tatverdacht weiterhin besteht.

Die Verteidigerin des tatverdächtigen Syrers, Ricarda Lang, hatte am vorigen Verhandlungstag beantragt, den Haftbefehl gegen den 23-Jährigen aufzuheben, da ein dringender Tatverdacht für ihren Mandanten entfallen sei. Nach ihrer Auffassung ergab ein nächtlicher Vor-Ort-Termin am 13. Juni 2019, dass die Aussage des Hauptbelastungszeugen für eine Verurteilung keine Grundlage bietet. Dieser sagte aus, er habe den Angeklagten am Tatort bei Stichbewegungen gesehen.

Hintergrund

In den frühen Morgenstunden des 26. August 2018 war in Chemnitz auf der Brückenstraße ein 35-jähriger Deutscher erstochen worden. Tatverdächtig sind der Angeklagte sowie ein Iraker, der auf der Flucht ist und nach dem weltweit gefahndet wird.

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