Anger-Crottendorf: Müllkampf für Feuerwehrleute

Zu einem Löscheinsatz mit ungeahnten Schwierigkeiten musste die Leipziger Feuerwehr am Donnerstagnachmittag ausrücken.

Mehrere Fahrzeuge und ein Tanklöschwagen zur stabilen Wasserversorgung machten sich auf den Weg in ein Mehrfamilienhaus auf der Herrenhutstraße. Unter Atemschutz ging es ins Treppenhaus, doch schon an der Eingangstür zur Brandwohnung sollte der Löscheinsatz mit ersten Schwierigkeiten behaftet sein. Die Tür klemmte und wollte und wollte einfach nicht aufgehen. Als die Feuerwehrleute die Pforte endlich geöffnet hatten, der nächste Schock: Müll bis unter die Decke, alles voller Rauch und ein winziger Gang kaum breiter als ein Mensch, bis ins Innere.

Unter Atemschutz kämpften sich die Retter sprichwörtlich bis zur Einsatzstelle Küche vor. Dort stand der vergessene Fleischtopf des 74-Jährigen auf dem angelassenen Herd und sorgte für das unfreiwillig „wärmende“ Feuer. Den Brand hatten die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle. Der Mieter kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Nun wird die Polizei den Vorfall „Messiwohnung“ an die Hausverwaltung übergeben. Der Müll war übrigens nicht nur in der Wohnung bis unter die Decke gestapelt, sondern nahm auch den gesamten Balkon ein.

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