Angst vor Zwei-Jahres-Sperrung – IG Karli will behutsamen Umbau von Karl-Liebknecht-Straße

Normalerweise können Baustellen, Vollsperrungen und Umleitungen für die Leipziger nicht schnell gut wieder verschwinden. Doch im Fall der Karl-Liebknecht-Straße fordern einige eben keinen Hauruck-Aktion, sondern einen behutsamen Umbau. +++

Die mehr als ein Kilometer lange Flaniermeile soll ab dem Januar 2014 innerhalb von zwei Jahren von Grund auf erneuert werden. Die Sanierung zwischen dem Peterssteinweg und der Körnerstraße würde in der Zeit eine Vollsperrung für den gesamten Individualverkehr nach sich ziehen.

Diese Beeinträchtigung ist der IG KARLI ein Dorn im Auge. Denn der Zusammenschluss von verschiedenen ansässigen Unternehmen befürchtet dadurch eine Existenzbedrohung. Die Interessengemeinschaft will die lebendige Straße erhalten und fordert eine Erneuerung in vier Abschnitten. Die Stadt Leipzig zeigt sich den Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen. Man will die Vorschläge der IG Karli mit in die Planung einbeziehen, so das Verkehrs- und Tiefbauamt.

Problematisch wären die Vorstellungen der IG KARLI allerdings für die Leipziger Verkehrsbetriebe und die Kommunalen Wasserwerke. Die fordern nämlich einen schnellen Umbau und eben jene lange Sperrungen. Auch hier hat die Stadt Leipzig Verständnis für die Einwände.

Kommende Wochen wollen sich alle Fraktionen der Stadt Leipzig mit den Forderungen der IG KARLI auseinandersetzen. Auf welche Seite sie sich schlagen, wird sich dann zeigen.