Animationsfilmbranche gründet Berufsverband in Leipzig

Im Rahmen des DOK-Filmfestivals hat sich am Donnerstag in Leipzig ein Berufsverband der deutschen Animationsfilmbranche formiert. +++

Die Arbeitsgemeinschaft Animationsfilm, die ihre Gründungsversammlung im Rahmen des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) abhielt, soll als bundesweite Interessenvertretung für die gesamte Animationsfilmbranche fungieren.
Einige der wichtigsten Animationsfilmproduzenten und -filmemacher in der Bundesrepublik zählen zu den 26 Gründungsmitgliedern.
Mit der Gründung der AG Animationsfilm reagiert die Branche auf die sich immer schwieriger gestaltenden Produktionsbedingungen für Animationsfilme. 
Obwohl in Deutschland exzellente Animationsfilmprofis ausgebildet werden und Jahr für Jahr hochklassige Filme entstehen, finden diese oft preisgekrönten Werke selten den Weg ins Fernsehen oder in die Kinos. Die deutschen Fernsehsender kaufen lieber ausländische Serien an.

„Jetzt hat die Animationsfilmbranche endlich eine Stimme und kann sich in der filmpolitischen Diskussion Gehör verschaffen.“ unterstreicht Annegret Richter, Gründungsmitglied und Leiterin des Animationsfilmprogramms von DOK Leipzig. 
„Unser Ziel ist, Strukturen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verändern, auf die Förderpolitik einzuwirken und die öffentliche Wahrnehmung des Animationsfilms zu verbessern. Der Animationsfilm ist fester Bestandteil der deutschen Medienbranche und Filmkultur, er bietet eine fast unbegrenzte Vielfalt an Formen und ist deshalb Inspiration für alle Filmschaffenden.“, so Richter weiter.