Ankauf der Hufewiesen weiter nicht in Sicht

Dresden - Ein Erwerb der Hufewiesen in Trachau ist derzeit nicht im neuen Doppelhaushalt der Landeshauptstadt eingeplant, kritisiert die SPD Stadtratsfraktion. Ein Verein bemüht sich seit Jahren, die Planung und Entwicklung der Flächen voranzutreiben. Verein, Verwaltung, Investoren und rot-rot-grüne Stadtratsfraktionen hatten sich auf einen Kompromiss verständigt, der die Bebauung von 2,4 Hektar und die Übertragung von 8,6 Hektar an die Stadt vorsieht. Rund 80.000 Euro würde der Ankauf kosten, so erste Schätzungen.

Die SPD Dresden-Pieschen spricht sich dafür aus, den Ankauf der Hufewiesen und die Organisation eines Bürgerbeteiligungsprozesses auch schon im anstehenden Doppelhaushalt der Landeshauptstadt Dresden zu berücksichtigen. In dem von Oberbürgermeister Dirk Hilbert vorgelegten Entwurf für die Jahre 2019 und 2020 sind bisher keine Gelder für die Trachauer Grünfläche vorgesehen. Der Verein Hufewiesen Trachau, der sich seit vielen Jahren für die Öffnung der Grünfläche einsetzt, beziffert die Kosten für den Ankauf vor kurzem auf etwa 80.000 Euro.

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Im April dieses Jahres hatten sich Verein, Stadtverwaltung, Bauinvestoren und die rot-rot-grünen Stadtratsfraktionen auf einen Kompromiss verständigt, der die Bebauung von 2,4 Hektar und die Übertragung der restlichen 8,6 Hektar an die Stadt vorsieht. Dazu erklärt Stefan Engel, Ortsbeirat und Vorsitzender der SPD Dresden-Pieschen: „Die Entwicklung der Trachauer Hufewiesen als öffentliche Grünfläche hat für uns oberste Priorität. Nach dem klugen Kompromiss zwischen allen Seiten müssen nun die nächsten Schritte folgen. Die vom Hufewiesen-Verein genannte Summe von 80.000 Euro ist sehr überschaubar und sollte in einem jährlichen Haushalt von 1,8 Milliarden Euro unterzubringen sein.“

„Neben dem Ankauf sollte aber auch der Prozess zur Bürgerbeteiligung berücksichtigt werden. Im Umfeld der Hufewiesen hat sich in den vergangenen Jahren ein ungeheuer breites bürgerschaftliches Engagement entwickelt. Der von Umweltbürgermeisterin Jähnigen versprochene Beteiligungsprozess muss auch im Haushalt abgebildet werden. Aber auch hier sprechen wir von einer vergleichsweise kleinen Summe von weniger als 100.000 Euro. Es würde mich freuen, wenn diese Anliegen von den Stadtratsfraktionen und der Umweltbürgermeisterin aufgegriffen werden! Die für 2017 und 2018 vorgesehenen Mittel kamen aus nachvollziehbaren Gründen anderen Projekten wie dem Südpark zugute. Nun sollten die Hufewiesen an der Reihe sein.“ so Engel abschließend.

Text: SPD Pieschen

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch