Anklage nach Hammer-Attacke im Jobcenter

Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft Leipzig bereits am  31. Juli Anklage gegen den 34-jährigen Jan N. erhoben. Er soll seiner Arbeitsvermittlerin den Schädel mit einem Hammer zertrümmert haben.+++

Der Beklagte soll am 21. Mai 2013 gegen 09.30 Uhr aus Wut über einen Sanktionsbescheid mit einer Leistungskürzung des Arbeitslosengeldes  II von 30 % seine Sachbearbeiterin (52) im Jobcenter Leipzig aufgesucht und mit einem mitgebrachten Hammer mehrfach auf deren Kopf und Oberkörper eingeschlagen zu haben, um sie umzubringen.

Das Opfer wurde durch die Tat schwer aber nicht lebensbedrohlich verletzt und ist bis zum heutigen Tag krank geschrieben.  
 
Der Angeschuldigte hat zu der Tat ein umfangreiches Geständnis abgelegt, welches sich im Wesentlichen mit dem Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen deckt.
 
Die Ermittlungen haben ergeben, dass der langzeitarbeitslose Angeschuldigte sich bereits in der Vergangenheit mehrfach verschiedenen Mitarbeitern des Jobcenters gegenüber aggressiv verhalten oder diese sogar angegriffen haben soll und deshalb auch bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war.
 
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeschuldigte aus niederen Beweggründen und heimtückisch handelte.  
Sein Schuldfähigkeit soll im Rahmen eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens abgeklärt werden.