Anlässlich des „Volksaufstandes“ planen Nazis erneut Demonstrationen am Dienstag

Seit Jahren engagieren sich Zeitzeugen und verschiedene Initiativen in Dresden gegen rechte Demonstationen in der Dresdner Innenstadt. Das Interview mit einer Überlebenden des Zweiten Weltkriegs und der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde bei DF-Online.+++

Nachdem die Neonazis am Samstag versucht haben einen „Tag der Zukunft“ in Dresden zu inszenieren, planen sie anlässlich des „Volksaufstandes“ am 17. Juni erneut eine Demonstration durch die Dresdner Altstadt. 

An die Schrecken des Dritten Reichs erinnern, um nicht zu vergessen – Zeitzeugen, wie die gebürtige Dresdnerin Henny Brenner halten ihr Erinnerungen auf vielen Veranstaltungen wach. Auch Initiativen wie „HATiKVA“ stellen sich rechten Bewegungen entgegen und kämpfen durch Aufklärung gegen das Vergessen.

Vor allem junge Menschen müssen über Bildungsarbeit erreicht werden, um Vorurteile gegen das Judentum abzubauen, sagt Nora Goldenbogen. Als lebendiges Museumsstück empfindet es Henny Brenner, Trägerin des Sächsischen Verdienstordens, geradezu als selbstverständlich von der Bombardierung Dresdens 1945 und ihrem Schicksal zu erzählen.

Die Überlebenden, die jetzt noch da sind, müssen als Zeitzeugen von ihren Erfahrungen berichten dürfen, so lang sie es gesundheitlich noch können, so Henny Brenner. Derzeit gibt es in Dresden nur noch vier überlebende Juden aus der Zeit des Holocausts.

Von bewegenden Schicksalen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zeugen auch zahlreiche Gräber des Neuen Jüdischen Friedhofs in Dresden Johannstadt.

HATiKVA leistet seit 1992 sachsenweit Bildungsarbeit. In Führungen durch Synagoge und über beide jüdische Friedhöfe in Dresden informiert der Verein über Geschichte und Tradition der Juden. Henny Brenner hat überlebt.

Sehen Sie im Video Interviews mit:
Henny Brenner, Überlebende Dresdnerin des Zweiten Weltkriegs und
Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden und Gründerin HATiKVA.

Sehen Sie außerdem das vollständige Interview mit Dr. Nora Goldenbogen.