Anschlussbahn wird stillgelegt

Am Wochenende ist in Chemnitz ein Stück Bahngeschichte zu Ende gegangen.

Denn die Anschlussbahn vom Güterbahnhof Chemnitz Süd bis zum ehemaligen Rohr- und Kaltwalzwerk wird stillgelegt.

Gebaut im wurde die Strecke im Jahr 1953.

Jetzt nach 62 Jahren wird das Anschlussgleis nicht mehr benötigt und abgerissen.

Zum Abschied fanden daher am Samstag „inoffizielle“ Sonderfahrten mit einem Schienenbus BR 172, auch Ferkeltaxi genannt und einer Rangierlok statt.

Ein letztes Mal wurden die Weichen gestellt und die rund 3,7 Kilometer lange Strecke befahren.

Diese befindet sich in einem bemerkenswert guten Zustand und ist außerdem mit modernen automatischen Bahnübergängen gesichert.

Mit der Stilllegung will die Stadt Chemnitz die Unterhaltungskosten für die Bahnübergänge einsparen.

Bereits in dieser Woche soll mit dem Abriss der Bahnanlagen im Werksgelände begonnen werden.

Ein kleiner Trost für alle Eisenbahnfreunde bleibt dennoch bestehen.

Denn eine Rangierlok wird das Ende der Anschlussbahn überleben.

Ein Privatmann, der im Limbach-Oberfrohnaer Eisenbahnverein organisiert ist, hat die Diesellok gekauft.

Am Sonntag wurde die Rangier-Diesellok vom Ferkeltaxi nach Hartmannsdorf bei Chemnitz überführt.

Das Fahrzeug wird hier künftig beheimatet sein und soll dem Eisenbahnverein später für Sonderfahrten dienen.