Anstieg der Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen

Im vergangenen Jahr betrug das durchschnittliche Arbeitspensum eines Erwerbstätigen in Sachsen 1.428 Stunden und war damit sechs Stunden höher als im Vorjahr. Von den über 2 Millionen Erwerbstätigen wurden insgesamt fast 2,9 Milliarden Arbeitsstunden erbracht.

Im Vergleich zum Jahr 2000 reduzierte sich die Pro-Kopf-Arbeitszeit um 7,9 Prozent bzw. 123 Stunden je Person. Das Baugewerbe war auch aktuell mit 1 650 Stunden die Branche mit der längsten Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen. Im Gegensatz dazu fiel die durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit 1 367 Stunden am niedrigsten aus.

Die Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen lag 2015 um 57 Stunden über der durchschnittlichen Arbeitszeit je Erwerbstätigen in Deutschland, die 1 371 Stunden erreichte. Während in den fünf neuen Ländern diese Durchschnittszeit je Erwerbstätigen 1 436 Stunden betrug, kamen die Beschäftigten in den alten Ländern (ohne Berlin) auf eine Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1 359 Stunden.

Von den 2,02 Millionen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsplatz in Sachsen hatten, wurden insgesamt fast 2,9 Milliarden Arbeitsstunden erbracht. Damit stieg das Arbeitsvolumen um 0,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2014, war aber um 7,3 Prozent geringer als im Jahr 2000. Die aktuelle Entwicklung resultiert aus der deutlichen Abnahme der marginalen Beschäftigung und der Tatsache, dass es 2015 drei Arbeitstage mehr gab als im Vorjahr.

Bei der langfristigen Betrachtung ist die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung die Hauptursache für das geringer gewordene Arbeitsvolumen. Der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ publiziert diese ersten vorläufigen Länderdaten für das Jahr 2015 zusammen mit vergleichbaren Ergebnissen entsprechend dem ESVG 2010 bis zum Jahr 2000 zurück.

Quelle: Statistsiches Landesamt des Freistaates Sachsen 

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