Anstieg der Wirtschaftskriminalität: Betrug und Korruption in Sachsen

Das sächsische Innenministerium hat am Mittwoch einen radikalen Anstieg gemeldet. So sind die Delikte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1 828 auf insgesamt 7 645 Fälle geklettert. +++

Dies entspricht etwa dem Niveau von 2007 (7 563 Fälle). Maßgeblich für diese Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg der Betrugsstraftaten, die den größten Anteil an der Wirtschaftskriminalität bilden.

Die Fallzahlen haben sich in diesem Bereich mehr als verdoppelt. Wie schon in der Vergangenheit, wirken sich einige Großverfahren massiv auf die statistische Entwicklung aus, was an folgendem Beispiel deutlich wird.

Wesentlichen Einfluss auf die Fallentwicklung im Betrugsbereich hatte ein Verfahren der Polizeidirektion ChemnitzErzgebirge. Gegenstand der Ermittlungen war ein Insolvenzverfahren gegen Vorstandsmitglieder einer Wohnungsbaugenossenschaft. Diese hatten in 1 215 Fällen Gelder als Beteiligungseinlagen vereinnahmt und zur Verschleierung der Insolvenz verwandt, um Gläubigerforderungen zu bedienen. Allein dieses Großverfahren hat einen Anteil von 15,9 Prozent an der gesamten Wirtschaftskriminalität.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern, Polizeiliche Kriminalstatistik 2009

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