Ansturm auf Infektionsambulanz am UKD

Dresden - Die Infektionsambulanz am Dresdner Universitätsklinikum ist seit Montag geöffnet und hat einen starken Ansturm erlebt. Jetzt könnten auch beim Fußballspiel Dynamo Dresden gegen FC Erzgebirge Aue zwei infizierte Personen dabeigewesen sein.

Die Infektiologin Dr. Katja de With betont erneut, dass nicht nur die Symptome einer Atemwegsinfektion wie Halsschmerz, Husten, Fieber und Heiserkeit wichtig sind, sondern der Kontakt zu einer Person, die nachweislich Corona hat, bzw. den direkten Kontakt zu einem Risikogebiet. Da immer noch Grippesaison sei, hätten einige Menschen die Symptome, aber noch lange keinen Coronavirus. 

Der Medizinische Leiter des Universitätsklinikums Dresden, Andreas Mogwitz, erklärt, wer die Infektionsambulanz aufgrund eines Verdachts besucht, wird erstmal befragt. Sofern aus diesem Gespräch die Gefahr hervorgeht, dass die Person wirklich Corona hat, wird ein Abstrich genommen. Dieser weist dann tatsächlich nach, ob ein Fall von Coronavirus vorliegt. Seit Montag seien schon über 200 Menschen aufgekreuzt, so Mogwitz. Jedoch nehme die Zahl derer ab, die getestet werden müssen. Etwa ein Drittel schicke man ohne weitere Tests nach Hause und von den übrigen habe man bisher nur fünf bis sechs positive Testergebnisse erhalten, bestätigt Mogwitz.

Wie wird Corona übertragen? Doktor Katja de With gibt an, der Coronavirus würde sich wie auch andere Erkrankungen als Tröpfcheninfektion ausbreiten. Beim offenen Husten oder dem Händeschütteln nach dem Husten in die Hand könne die Infektion weitergegeben werden. Auch beim längeren Zusammenstehen oder Reden sei ein Risiko gegeben, wenn man sich nahe beieinander aufhält. 

In anderen Medien wurde berichtet, beim letzten Fußballspiel hätten sich zwei infizierte Personen im Stadion aufgehalten. De With sagt, andere Zuschauer sollen sich nicht anders als sonst verhalten. Einerseits gibt sie zu denken, dass man erst auf die offizielle Bestätigung warten solle, ob diese zwei Fälle tatsächlich andere Zuschauer angesteckt haben könnten. Andererseits werden bei Menschenansammlungen, wie bspw. bei Fußballspielen immer irgendwelche Erreger übertragen.

Solange es einem gut geht und man sich nicht krank fühlt, solle man gar nichts anders als sonst machen - also auch nicht zum Arzt gehen, beruhigt die Infektiologin. 

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Seite des Sächsischen Sozialministeriums unter https://www.sms.sachsen.de/coronavirus.html