Antisemitische Fahne beim Dynamo-Spiel

Beim Auswärtsspiel letzten Samstag wurde eine Fahne mit antisemitischer Abbildung im Gästeblock aufgehangen. Die SG Dynamo Dresden verurteilt diese Diskriminierung auf das Schärfste. +++

Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden bedauern und verurteilen das Aufhängen einer Fahne mit antisemitischer Abbildung im Gäste-Block beim Auswärtsspiel am Samstag, dem 9.4.2011, gegen den FC Hansa Rostock auf das Schärfste. „Bei aller Emotion und Leidenschaft für unseren Verein bei einem Derby gegen Rostock, schäme ich mich für dieses unsägliche Plakat. Ich distanziere mich außerdem als Geschäftsführer des Vereins und Privatmann in jeder Form von Rassismus und Diskriminierung und werde alles dafür tun, dass derjenige oder diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die diese hässliche Botschaft im Gäste-Block angebracht haben“, sagte Volker Oppitz zum Vorfall beim Rostock-Spiel.

Das Transparent ist den Verantwortlichen der Sportgemeinschaft leider erst im Nachgang des Spiels auf Fotos aufgefallen, sonst hätte man selbstverständlich schon während des Spiels versucht, unter Mithilfe der organisierten Fans im Gästebereich, dieses Transparent zu entfernen. „Der Verein SG Dynamo Dresden und die Fans stehen aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit innerhalb und außerhalb des Stadions ein. So steht es in unserer Fan-Charta. Für die Einhaltung und Umsetzung dieser Grundsätze haben sich die Fans und der Verein gemeinsam in der Vergangenheit verpflichtet“, sagte Volker Oppitz und fügte hinzu: „Wir bitten mögliche Zeugen, die zur Identifizierung des Täters bzw. der Täter führen, sich vertrauensvoll an den Verein zu wenden und bei deren Überführung zu helfen!“

Der Verein hat unterdessen Kontakt mit der Rostocker Polizei und dem Sicherheitsdienst vor Ort aufgenommen, um mögliches Video- und Fotomaterial auszuwerten und den oder die Täter zu identifizieren.

Quelle: Dynamo Dresden

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