Arbeiter-Samariter-Bund Dresden mit neuem Geschäftsführer

Ulrich Grundmann ist neuer Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes in Dresden und Kamenz. Er ist nun Chef von über 700 Mitarbeitern. Zuvor leitete er die Pflegeheime der Diakonie Sachsen. +++

Seit 13 Jahren leitet Kristiane Wedekind als Geschäftsführerin die Geschicke von Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes in Dresden und Kamenz – von Kindergarten und Frühförderung über Begegnungsstätten, Pflegeheime und Pflegedienste für Senioren bis hin zum Rettungsdienst.

In ihrer Amtszeit wurden die Einrichtungen des ASB in Dresden und Kamenz zusammen geführt. Begonnen mit rund 250 Mitarbeitern arbeiten heute über 700 Menschen unter ihrer Führung. Am 1. Dezember 2014 geht sie in den Ruhestand.

Als Nachfolger wird Ulrich Grundmann die Geschäfte übernehmen. Er hat in den letzten zwölf Jahren die Pflegeeinrichtungen der Diakonie Sachsen mit mehr als 8000 Mitarbeitenden betreut. Ulrich Grundmann hat Krankenpflege gelernt und im Anschluss Medizin studiert.

Derzeit absolviert er begleitend zum Beruf ein Studium im Sozialmanagement. „Die Tätigkeit beim ASB ist noch einmal ein ganz neues Arbeitsgebiet und eine interessante Herausforderung“, so Ulrich Grundmann.  „Die Größe und Struktur des Unternehmens ermöglicht mehr Nähe zu den Mitarbeitenden und den alltäglichen Aufgaben, ob im Kindergarten oder im Seniorenbereich.“

Während sich Kristiane Wedekind in ihrer Amtszeit vor allem um die Konsolidierung der Unternehmen, um Investitionen und strukturelle Veränderungen gekümmert hat, steht Ulrich Grundmann vor der Aufgabe, die Kernkompetenzen der gemeinnützigen Gesellschaft auszubauen. „Die Rahmenbedingungen ändern sich, und wir müssen uns in allen Bereichen darauf einstellen“, so Ulrich Grundmann. „Das sind zum Beispiel neue Gesetze in der Pflege oder der große  Ansturm auf die Kindertageseinrichtungen. Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, unser Unternehmen als sozialen Dienstleister sowie attraktiven Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb zu etablieren.“

Am 18.11. beginnt ein neues Projekt, welches das „Betriebliche Gesundheitsmanagement“ in den Fokus nimmt. Ziel ist es, alle Mitarbeiter einzubeziehen, ihre möglichen Arbeitsbelastungen zu erkennen und durch Prävention zu minimieren „Dieses Projekt haben wir in Eigeninitiative entwickelt“, so Kristiane Wedekind. „Dafür konnten wir beim ASB Bundesverband Fördermittel beantragen. Außerdem arbeiten wir mit den Krankenkassen zusammen.“

Das Projekt startet mit einer Informationsveranstaltung für die Mitarbeitenden und einem gemeinsamen Bowlingabend. Die Mitarbeitenden werden in den kommenden Wochen eingehend zu ihren Arbeitsbedingungen befragt, mögliche Belastungen werden ermittelt und der Bedarf an Maßnahmen abgeleitet. Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeitenden gezielt zu stärken, ob durch Rückenschulen, Ernährungskurse oder andere Maßnahmen, deren Spezifik vom Ergebnis der Befragung abhängt.

Bereits im Sommer gab es in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft eine Initiative zum Thema Gesundheit der Mitarbeiterinnen in den Kindertageseinrichtungen. Eine Gesundheitsberaterin besuchte mit einem „BGW-Mobil“ die Erzieherinnen vor Ort und besprach individuell deren Arbeitsbelastung – ob durch Lärm, Ansteckungsgefahr in Erkältungszeiten oder für den Bewegungsapparat.

 „Dieses Beratungsangebot  haben die Erzieherinnen rege genutzt“, so Kristiane Wedekind. „Im Gespräch erhielten sie kleine Tipps, um ihre Belastung zu reduzieren, und auch wir als Arbeitgeber haben wichtige Hinweise bekommen. Diesen verstärkten Blick auf die Gesundheit der Mitarbeiter wollen wir nun gemeinsam auf alle Bereiche ausdehnen.Dafür wünsche ich Ulrich Grundmann und dem ganzen Team viel Erfolg.“

Quelle/Bildquelle: Sabine Mutschke

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