Arbeitskosten in Sachsen 28,5 Prozent unter Westniveau

Die Arbeitskosten in Sachsen liegen an 14. Stelle unter allen Bundesländern. Der geringste Abstand zum Westniveau bestand im Bereich “Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“. +++

Durchschnittlich 20,92 € betrugen die Arbeitskosten je geleistete Stunde in Sachsen im Jahr 2008. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes wurden die höchsten Kosten in den Bereichen Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (34,64 €) und Energieversorgung (34,63 €) festgestellt. Am wenigsten kostete eine Arbeitsstunde in der Werbung und Marktforschung (7,66 €), Wach- und Sicherheitsdiensten sowie Detekteien (8,80 €) und dem Bereich Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (9,94 €). Die Arbeitskosten in Sachsen lagen im Vergleich um 28,5 Prozent unter dem Niveau Westdeutschlands (29,25 €) und an 14. Stelle unter allen Bundesländern. Der geringste Abstand zum Westniveau bestand im Bereich „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ mit nur noch 6,8 Prozent. Hier zeigt sich die zunehmend erreichte Angleichung der tariflichen Bezahlung an das Westniveau. Der größte Abstand zum Westniveau bestand mit 39,9 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe, das in besonderem Maße dem Standort- und Produktwettbewerb ausgesetzt ist.

1992, kurz nach der Wiedervereinigung, war der Abstand in diesem Bereich mit 54,1 Prozent noch deutlicher. Bis 1996 schrumpfte die Lücke kräftig auf 44,4 Prozent, seitdem fand nur noch eine schwache Annäherung statt. Dies sind erste Ergebnisse der alle vier Jahre nach europaweit einheitlichen Standards durchgeführten Arbeitskostenerhebung.

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen

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