Arbeitslosigkeit geht in Sachsen am stärksten zurück

Während in ganz Deutschland die Arbeitslosenquote um 0,7 Prozentpunkte sank, hat sich die Quote in Sachsen gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte verbessert. Auch in Dresden ist die Quote stark gesunken. +++

Die Arbeitslosenzahl in Dresden ist im Monat Mai weiter gesunken. Mit derzeit 26.773 Männern und Frauen sind knapp 1.500 Personen weniger arbeitslos als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Monat Mai 2010 sind im Moment sogar 4000 Dresdner weniger arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 10%.

Keine Auswirkung auf den Agenturbezirk Dresden hatte die seit 1.Mai geltende Arbeitsnehmerfreizügkeit nach der Angehörige osteuropäischer EU-Staaten hierzulande keine Arbeitsgenehmigung mehr benötigen. Die Zahl der Arbeitssuchenden dieser Länder ist in der Landeshauptstadt im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben,

Sachsens Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP): „Der Aufschwung im Freistaat setzt sich fort. Im Vergleich zu Ostdeutschland und der Bundesrepublik entstehen durch ein stabiles wirtschaftliches Wachstum neue Arbeitsplätze und mehr Menschen finden Beschäftigung. Der Erfolg der sächsischen Wirtschaft spiegelt sich im bundesweit stärksten Rückgang der Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr wieder.“

Die Unternehmen wollen mehrheitlich ihre Mitarbeiterzahl steigern, das zeigt das aktuelle ifo-Beschäftigungsbarometer für Sachsen.  Dass Sachsens Wirtschaft boomt, belegen auch die Auftragseingänge: Allein im März zog die sächsische Industrie (Bergbau u. Verarbeitendes Gewerbe) Aufträge von mehr als 3,6 Mrd. € an Land, davon rd. 1,7 Mrd. € aus dem Ausland. Gegenüber dem März 2010 sind die Aufträge damit auch im deutschen Vergleich überdurchschnittlich gewachsen (Deutschland + 8,4 %, Sachsen: + 9,7 %).

Das bei der BA gemeldete Stellenangebot hat im Mai leicht zugenommen. Insgesamt waren im Mai in Sachsen 19.330 unbesetzte Stellen registriert. 

In ihrem Monatsbericht verweist die Bundesagentur für Arbeit auf Einschätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das eine leichte Abnahme des Angebots an Arbeitskräften feststellt. Es dominiere der demografische Trend, dass mehr ältere Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden als junge nachrücken. Die Komponenten Demografie und Pendlerverhalten hätten in Sachsen zu einer Verringerung des Erwerbspersonenpotenzials beigetragen.

Sachsens Wirtschaftsminister: „Sachsen ist attraktiv für viele neue Investitionen und Unternehmen. Der Standort boomt. Aber wir brauchen Leute! Allein die Werkshallen bringen keinen Gewinn, erst die Mitarbeiter machen Sachsens Unternehmen erfolgreich. Deshalb wollen wir auch auf die Sachsen zugehen, die zur Zeit noch in den alten Bundesländern arbeiten. Hier in Sachsen sind die Jobchancen ausgezeichnet. Am morgigen Mittwoch starten wir den Pendlerstammtisch. Er soll ein Gesprächsangebot sein, der zur Rückkehr nach Sachsen einlädt.“

Bei Kaffee und Kuchen an der Raststätte Vogtland Süd will der Minister die Sachsen treffen, die in Bayern oder Baden-Württemberg einen Job haben, aber gerne wieder zu Hause arbeiten wollen.

Der erste Pendlerstammtisch findet am nächsten Mittwoch, den 1. Juni 2011 ab 17 Uhr an der A72, Raststätte Vogtland-Süd statt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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