Arbeitslosigkeit in Sachsen im August leicht gestiegen

Chemnitz (dapd-lsc). Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im August leicht gestiegen.

Zum Monatsende waren 200.842 Menschen offiziell ohne Job, wie die Regionaldirektion am Donnerstag in Chemnitz mitteilte. Das sind 2.205 Arbeitslose mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,4 auf 9,5 Prozent. Gegenüber August 2011 sank die Zahl der Arbeitslosen um 16.148. Die Quote betrug damals 10,2 Prozent.

Den leichten Anstieg auf Monatssicht begründet die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mit saisonalen Effekten wie Urlaubszeit und Ausbildungsende. Allerdings entwickele sich die Arbeitskräftenachfrage verhaltener als bisher.

Regionaldirektionschefin Jutta Cordt sagte, dass die Arbeitslosigkeit erstmals nach vier Jahren in einem August gestiegen sei, liege am späten Ferienbeginn in Sachsen. Urlaubszeit und Ausbildungsende hätten immer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Bisher sei dieser saisonale Effekt meist im Juli eingetreten.

„Alles deutet darauf hin, dass sich die Arbeitslosigkeit im Verlaufe des Jahres weiter positiv entwickelt, jedoch im Vergleich zum Vorjahresverlauf verhaltener“, sagte Cordt. Demnach ging die Zahl der Stellenmeldungen gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent zurück, allerdings gab es im August einen Anstieg gegenüber Juli.

Insgesamt registrierten die Arbeitsagenturen seit Jahresbeginn 71.213 freie Stellen. Dabei kommen die meisten Angebote aus der Zeitarbeit und dem verarbeitenden Gewerbe. „Aktuell haben arbeitssuchende Frauen und Männer gute Chancen, eine neue Beschäftigung aufzunehmen“, sagte Cordt. So seien 871 neue Angebote aus dem Handel, 751 aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, 657 aus dem Bau- und 521 aus dem Gastgewerbe gekommen.

Entgegen dem sachsenweiten Trend verzeichneten die Agenturbezirke Bautzen und Riesa im August einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen um einen Prozentpunkt. Den höchsten Anstieg gab es mit 2,5 Prozent in Dresden. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnet nach wie vor der Agenturbezirk Leipzig mit 11,1 Prozent (Juli: 10,9 Prozent). Die niedrigste Quote hat weiterhin Plauen mit 7,7 Prozent (Juli: 7,6 Prozent).

dapd