Arbeitsmarkt April 2011

Frühlingsstimmung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Die Lage – sie entspannt sich weiter, denn die Zahl der Erwerbslosen ist auch im April deutlich gesunken.

Den 17. Monat in Folge liegt die Arbeitslosigkeit in Sachsen unter dem Vorjahresniveau, eine erfreuliche Situation, von der alle Personengruppen profitieren.

Konkret waren im April 240.355 Sachsen ohne Job, 13.728 weniger als im März. Auch die Quote folgt dem Trend, sie fiel von 11,9 Prozent auf 11,3 Prozent.

Wirklich überraschend sind diese Zahlen nicht, denn neben der Frühjahrs-belebung und der positiven wirtschaftlichen Entwicklung macht sich auch der Bevölkerungsrückgang in der Statistik deutlich bemerkbar.

Aus den gleichen Gründen sind auch in Chemnitz die Zahlen der Erwerbs-losen gesunken. So haben sich in der Stadt 355 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Und auch hier sank die Quote um 0,3 Prozent auf 12,3 Prozent.

Positive Meldungen ereilen derzeit aber nicht nur die deutschen Arbeit-nehmer. Denn mit dem Inkrafttreten der Arbeitnehmerfreizügigkeit am Sonntag können künftig auch polnische und tschechische Staatsbürger ohne die bisher notwendige Erlaubnis in Deutschland arbeiten. Was das konkret für den sächsischen Arbeitsmarkt bedeutet, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorhersagen.

Interview: Jutta Cordt – Geschäftsführerin Regionaldirektion Sachsen

Auch in Sachen Ausbildungsmarkt dürfte sich der Einfluss Osteuropas künftig verstärkt bemerkbar machen. Denn auch hier stehen die Zeichen auf grün. Nachdem sich die Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit ins Positive verkehrt hat, gibt es nun deutlich mehr Ausbildungsstellen als Bewerber auf dem Markt.

Interview: Jutta Cordt – Geschäftsführerin Regionaldirektion Sachsen

Eine Situation, die auch für den Chemnitzer Einzugsbereich gilt. Hier liegt der Fokus der Aktivitäten in den nächsten Wochen besonders auf dem Ausbil-dungssektor. Mithilfe einer Ausbildungsbörse und mehrerer anderer Aktionen sollen bestehende Hürden überwunden werden, um besonders schwächeren Schülern den direkten Weg in die Ausbildung zu ebnen.