Arbeitsmarktsituation weiterhin kritisch

Die Arbeitsmarktsituation in Chemnitz bleibt auch am Ende der ersten Jahreshälfte kritisch.

So hat, vorwiegend jahreszeitlich bedingt, die Arbeitslosigkeit im Juli sowohl sachsenweit als auch in unserer Stadt direkt zugenommen. Insgesamt gesehen bedeutet das, im Juli waren in Chemnitz etwas mehr als 25.000 Menschen ohne Job. Genau 576 mehr als im vorherigen Monat. Von dieser Entwicklung blieb natürlich auch die Quote nicht unbeinflusst. Sie stieg ebenfalls auf 17,9 Prozent an. Mit Blick auf die Entwicklung im gesamten Freistaat zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab. So wurden in Sachsen im Monat Juli mehr als 390.000 Jobsuchende registriert, das sind 9.500 mehr als im Juni. Auch die Arbeitslosenquote kletterte insgesamt auf 17,9 Prozent. Also ein Arbeitsmarkt geprägt von Urlaubszeit und eher schwacher Konjunktur obwohl es, so die Agentur für Arbeit in Chemnitz, bereits kleine Anzeichen auf Besserung gibt. Zurückgehende Zahlen im Bereich der Kurzarbeit setzen ein positives Zeichen. Ein Hoffnungsschimmer, den es in den kommenden Monaten zu beobachten gilt. Spätestens nach den Ferien wird sich dann zeigen, ob und wie weit sich die Zahlen zum positiven hin entwickeln.