Archäologische Ausgrabungen in Leipzig

Auf einem bisher als Parkplatz genutzten Areal in der Leipziger Nonnenmühlgasse sind seit Anfang März umfangreiche archäologische Forschungen im Gange.

Das Gelände, südlich der Propsteikirche, befindet sich außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns von Leipzig. Um diese Zeit waren dort feuergefährliche Handwerke und Gärten der Bevölkerung angesiedelt.
Für welche Strukturen sich die Archäologen besonders interessieren weiß Dr. Thomas Westphalen.

Nicht nur vorstädtische Gewerbe wie Töpfereien haben ihre Spuren hinterlasen.
Teile von Schusswaffen und Geschosskugeln sind beleg für die kriegerischen Auseinandersetzungen im Schmalkaldischen Krieg und während der Völkerschlacht.

Die Nachweise einer Besiedlung in der Jungsteinzeit zählen bisher zu den wichtigsten Grabungsergebnissen der Stadtgeschichte.
Die Grabungen sollen aller vorraussicht nach bis Mitte Juni andauern. Anschließend wird auf dem Gelände ein Neubau mit Büro und Wohneinheiten errichtet.