arche noVa spendet 2 Tonnen Hilfsgüter für Taifun-Opfer

Nach dem verheerenden Taifun Haiyan rollt auch in Sachsen eine Welle der Hilfsbereitschaft an. Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova hat heute zwei Tonnen Hilfsgüter per Luftfracht auf die Philippinen geschickt. Jetzt sollen die Wasserversorgung für 30.000 Betroffene eingerichtet und Nottoiletten verteilt werden.+++

„Allein auf Samar warten rund 100.000 Familien auf eine Lösung ihres Sanitärproblems“, berichtet Lutz Udally vom arche noVa-Einsatzteam vor Ort. „Solange dies nicht gelöst ist, droht der Ausbruch von seuchenartigen Krankheiten, im schlimmsten Fall Cholera.“ Die Not- und Einmaltoiletten aus der Luftfracht wird arche noVa schnellstmöglich an mehrere Tausend Betroffene verteilen.
Südlich der Küstenstadt Borongan ist das vierköpfige arche noVa-Team derzeit mit dem Aufbau einer Notwasserversorgung befasst. Ziel ist es, 30.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Darüber hinaus soll die Versorgung von 5.000 Betroffenen mittels Tanklaster abgesichert werden.
Während in Tacloban die städtische Wasserversorgung größtenteils bereits repariert werden konnte, besteht im Osten Samars nach wie vor ein dringender Bedarf an Wasser-, Sanitär- und Hygienemaßnahmen.
Dem aktuellen Situationsbericht der Vereinten Nationen zufolge ist die stark betroffene Region immer noch schwer erreichbar. arche noVa rechnet damit, dass die Hilfsgüter aus der Luftfracht sowie das auf den Philippinen beschaffte Material für den Aufbau der Notwasserversorgung im Projektgebiet noch einige Tage unterwegs sein werden. „Unser Einsatz ist eine logistische Herausforderung“, so Udally. Die Straßen zu entlegenen Orten sind auf weiten Strecken nicht geräumt, die Fährverbindungen mehr als ausgebucht.
 Als erstes werden die bereits im Land befindlichen Trinkwasseraufbereitungsanlagen von arche noVa im Projekt erwartet.Bereits jetzt wurde das Team mit zahlreichen Reparaturmaßnahmen an bestehenden Pumpen und Leitungen aktiv. Außerdem wurden Wasserproben genommen und analysiert. Im Devine World Hospital in Tacloban führte arche noVa eine technische Beratung durch und sicherte so die Wasserversogugn für 300 Patienten in Gefahr war.

Quelle: arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.