Archiv des Meiner Verlages geht an Leipziger Universitätsbiblothek

Aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens erhält dieUniversitätsbibliothek Leipzig Akten und Archivalien des 1911 dort gegründeten und seit 1951 in Hamburg ansässigen Felix Meiner Verlages aus der Zeit zwischen demTotalverlust Ende 1943 und dem Todesjahr von Felix Meiner 1965 als Schenkung. Am 2. April findet eine Feierstunde statt.

Wissenschafts- und buchhandelsgeschichtlich interessanterscheinen insbesondere die Archiv-Bestände unter anderem zur Zensurpraxis in der Sowjetischen Besatzungszone, zur Entwicklung des philosophischen Verlagsprogramms nach Kriegsende einschließlich der jeweiligen Autorenkorrespondenz, der Aufgabe des Leipziger Verlagssitzes und der Übersiedlung nach Hamburg, zur Kooperation mit Verlagen im In- und Ausland, zur Projektadministration, das heißt der Kalkulation des Unkalkulierbaren, sowie zur damaligen Förderpraxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 2. April wird Verleger Manfred Meiner dem Direktor der Universitätsbibliothek, Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, das aus etwa 160 Ordnern und Kartons bestehendeKonvolut überreichen. Vereinbart wurde, den Bestand in einer Zusammenarbeit von Prof. Dr. Thomas Fuchs, dem Bereichsleiter Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Leipzig, und dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, Lehrstuhl Prof. Dr. Siegfried Lokatis, in den nächsten Jahren für wissenschafts- und buchhandelsgeschichtliche Zwecke zuerschließen.