„Arm trotz Arbeit“

Heutzutage kann sich der, der in Chemnitz eine Arbeit hat glücklich schätzen. Oder doch nicht?

Laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund stocken rund eine Millionen Menschen ihre Niedriglöhne mit ergänzendem ALG II auf das Existenzminimum auf. Diese Problematik war am Dienstag auch Thema in der Chemnitzer Innenstadt.

„Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter Ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne die ein anständiges Leben ermöglichen.“

…sagte Präsident Franklin D. Roosevelt 1938 bei der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in den USA.

Dass diese Problematik nicht nur auf die Vereinigten Staaten zutrifft zeigte am Dienstag der Deutsche Gewerkschaftsbund – kurz DGB – Seit mehreren Monaten zieht der Mindestlohn-Truck unter dem Slogan „Arm trotz Arbeit“ durch Deutschland. Am Dienstag ist er auf dem Neumarkt angekommen und schnell gab es für die Chemnitzer nur noch ein Thema.

Interview: Wolfgang Koscielny – DGB Region Chemnitz

Doch das die Menschen in unserer Stadt teilweise gar nicht mehr sensibilisiert werden müssen, ließen die schnell entstehenden Diskussionen vermuten.

Interview: Wolfgang Koscielny – DGB Region Chemnitz

Die Veranstalter möchten mit gesammelten Unterschriften die Politiker Deutschlands darauf aufmerksam machen, dass viele Menschen trotz Arbeit zu wenig Geld haben. Doch die Entscheidung FÜR einen Mindestlohn liegt nicht nur bei der Politik.

Interview: Wolfgang Koscielny – DGB Region Chemnitz

Somit bleibt das letzte Wort bei den Unternehmen selbst.

Der DGB ist mit seinem Mindestlohn-Truck schon wieder unterwegs, um seinem Ziel von der Einführung eines Mindestlohns in Deutschland ein Stück weit näher zu kommen.

++
Suchen Sie etwas oder wollen Sie etwas verkaufen? Dann schauen Sie doch mal in unsere kostenlosen Kleinanzeigen