Asyl-Aufnahme in Chemnitz: Entlastung nicht in Sicht

Die Stadt Chemnitz hat sich enttäuscht von den Ergebnissen des Asyl-Gipfels in Dresden gezeigt.

Zwar wird im Rathaus begrüsst, dass sich der Freistaat der Problematik stärker annehmen will.

Eine Entlastung der seit 2012 völlig überfüllten Erstaufnahmeeinrichtung im Stadtteil Ebersdorf ist allerdings derzeit kein Thema.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Die Erstaufnahmeeinrichtung am Adelbert-Stifter-Weg ist für 520 Asylbewerber ausgelegt, derzeit sollen dort allerdings 900 bis 1.000 Menschen untergebracht sein.

Die Überbelegung sorgt für Spannungen, so gibt es immer wieder Polizeieinsätze aufgrund von Schlägereien unter den Flüchtlingen.

Außerdem wurden laut Stadt in diesem Jahr rund 30 Feuerwehreinsätze an der Erstaufnahmeeinrichtung gezählt.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Die Stadt Chemnitz will nach eigener Aussage die Sorgen der Anwohner ernst nehmen und beim Freistaat nach Lösungen drängen.

Um auch ein Zeichen für die Flüchtlinge und deren Not zu setzen hat die Stadt gemeinsam mit weiteren Institutionen wie der Industrie- und Handelskammer, der TU Chemnitz und den Kirchen zu einer Weihnachtspäckchen-Aktion aufgerufen.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Weihnachtspäckchen für Flüchtlinge können bei allen teilnehmenden Institutionen abgeben werden.

Neben den in der Erstaufnahmeeinrichtung und den Notunterkünften lebenden Asylbewerbern werden in Chemnitz noch rund 1.000 weitere Asylbewerber nach ihrem Erstaufnahmeverfahren dezentral in Wohnungen untergebracht.

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