Asylbewerber in Leubnitz-Neuostra tot aufgefunden – Mordkommission ermittelt

Nach dem Tod eines Asylbewerbers aus Eritrea in Dresden ermittelt nun die Polizei in alle Richtungen. Der 20-Jährige wurde gestern mit Verletzungen an Hals und Schultern in einem Plattenbaugebiet in Leubnitz-Neuostra von Passanten gefunden. +++

Die Obduktion des am Dienstag tot aufgefundenen 20jährigen aus Eritrea hat ergeben, dass er durch mehrere Messerstiche in den Hals- und Brustbereich zu Tode gekommen ist.

Der Mann war gestern gegen 7.40 Uhr in Dresden an der Johannes-Paul-Thilman-Straße tot aufgefunden. Passanten hatten den Leichnam entdeckt und die Polizei verständigt.

Bei dem Toten handelt es sich um einen 20-jährigen Asylbewerber aus Eritrea, der in dem Areal wohnte. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungen wegen Totschlags aufgenommen.

Die Mordkommission der Dresdner Polizei wurde auf 25 Beamte aufgestockt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Befragungen der Mitbewohner des 20-Jährigen. Kriminaltechniker haben die Spurensuche und  –sicherung in der Wohnung, am Fundort und in dessen Umfeld aufgenommen. Eine mögliche Tatwaffe konnte bislang nicht sichergestellt werden.

Zum Einsatz kommen auch Spezialhunde. Sie werden zur Absuche nach Spuren eingesetzt. Ziel ist dabei auch, ein Bewegungsbild des 20jährigen zu erstellen.

Fortgesetzt wurden ebenfalls die Ermittlungen im Wahrnehmbarkeitsbereich. Die Ermittler suchen nach Hinweisen auf eine mögliche Auseinandersetzung. Von Interesse sind unter anderem Videoaufnahmen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mögliche Hinweisgeber in einem angrenzenden Einkaufsmarkt.

Die Dresdner Mordkommission sucht Zeugen, die Angaben zum Hergang der Tat machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden