Asylbewerberunterkünfte in Chemnitz

Beengte Wohnsituationen, spärliche Einrichtung und oft wenig Privatsphäre.

So sieht es in vielen Asylbewerberunterkünften in Chemnitz aus.

Am MIttwochabend gewährte die Stadt Chemnitz erstmalig Stadträten und Journalisten einen Einblick in die Unterbringung von Asylbewerbern.

So konnten unter anderem Gemeinschaftsunterkünfte in den Wohnheimen auf der Haydnstraße, der Oberfrohnaer Straße, der Altendorfer Straße und der Chemnitztalstraße besichtigt werden.

Derzeit sind 1.167 Asylbewerber im Chemnitzer Stadtgebiet untergebracht.

Interview: Cornelia Utech, Sozialamtsleiterin Chemnitz

Die Kosten für die Wohnungen, welche die Stadt anmietet, entsprechen dabei dem Niveau einer Hartz-IV-Wohnung.

In der Regel sind diese, wie hier an der Chemnitztalstraße nur nach einfachen Standards saniert und werden entsprechend spärlich, aber zweckmäßig ausgestattet.

Auch die Ausstattung in den Wohnheimen, wie beispielsweise an der Altendorfer Straße, ist eher einfach gehalten.

Laut Gesetz hat ein Asylbewerber Anspruch auf mindestens sechs Quadratmeter individuellen Wohnraum.

Wenn jedoch verschiedene Nationalitäten auf so engem Raum untergebracht werden, sind Probleme nicht auszuschließen.

Von Seiten der Stadt wird daher bei der Unterbringung der Asylbewerber und Flüchtlinge bereits vorher auf kulturelle Besonderheiten geachtet um Konflikte zu vermeiden.

Interview: Cornelia Utech, Sozialamtsleiterin Chemnitz

Unterstützt werden die Asylbewerber in Chemnitz nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Jedem Erwachsenem stehen demnach monatlich 370 Euro zur Verfügung, wovon 33,50 Euro für Wohnungsinstandhaltung und Energie abgezogen werden.

Die Unterstüzung entspricht somit der eines Hartz-IV-Empfängers.

Für die kommenden Jahre wird Chemnitz vor eine logistische Herausforderung gestellt, denn der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen.

Interview: Cornelia Utech, Sozialamtsleiterin Chemnitz

Damit kommt die Stadt ihrer humanitären Verpflichtung nach, die Flüchtlinge gut und sicher unterzubringen.

Dennoch werden laut Stadt auch die Sorgen der Chemnitzer Bürger ernst genommen, um ein gutes Miteinander zu gewährleisten.

So wird beispielsweise versucht Vorurteile in Gesprächen mit den Anwohnern auszuräumen.

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