Atomino will Chemnitzer Brühl beleben

Der Chemnitzer Club „Atomino“ hat sich über die Jahre hinweg zu einer der besten Adressen für Nachtschwärmer jenseits der Mainstream-Kultur entwickelt.

Mittlerweile geben sich dort national und international bekannte Musiker und DJs die Klinke in die Hand. Doch nun bricht das „Atomino“ in der Chemnitzer Innenstadt seine Zelte ab.

Vom Johannisplatz zieht man weiter auf den Brühl. René Thierfelder berichtet.

Als das ATOMINO im Jahr 2006 seine Türen am Johannisplatz öffnete, waren viele skeptisch. Kann der alternative Club in der Chemnitzer Innenstadt seinen skurrilen Charme bewahren?

Die Zweifler wurden bald eines Besseren belehrt, doch die Tage des Club im Gebäude des Posthofes sind gezählt.

Das neue Domizil des Clubs wird die Turnhalle der seit 2008 leer stehenden Karl-Liebknecht-Schule am Brühl. Im neuen Jahr hat die ATOMINO-Mannschaft mit dem Umbau der alten Sportstätte begonnen.

Ein deutlicher Weckruf für ein Stadtgebiet, dass langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht.

Interview: Jan Kummer – ATOMINO-„Pressesprecher“

Im Schulgebäude nebenan soll ein Kultur- und Kreativzentrum entstehen. Bald wird Radio T von hier aus senden. Aus Klassenzimmern entstehen außerdem Proberäume für Bands und Künstlerateliers.

Als erstes wird aber das ATOMINO wieder für Leben in den alten Gemäuern sorgen. Schon im März soll die erste Party steigen.

Bedenken, dass sich die neuen Nachbarn an der Lautstärke stören könnten, hat man auf ATOMINO-Seite nicht.

Interview: Jan Kummer – ATOMINO-„Pressesprecher“

Für den alten Standort am Johannisplatz ist bereits ein Nachmieter gefunden. Die Kunstgalerie „Borssenanger“ wird schon im März in die Räume einziehen. Zuvor wird nach den Bedürfnissen der Galerie renoviert. Bühne, Bar und Inventar des ATOMINOs wird dann auf den Brühl gewechselt sein.

Am erfolgreichen Konzept wird dabei nicht gerüttelt.

Interview: Jan Kummer – ATOMINO-„Pressesprecher“

Wer das Flair des ATOMINOs am Posthof noch einmal richtig genießen will, kann das noch den ganzen Januar tun. Am 4. Februar steigt dann die große Auszugsparty des Clubs am Johannisplatz.