Atomkraft in Deutschland: Schluss bis 2022

Bis 2022 Atomausstieg in Deutschland geplant. Die Dresdner sind begeistert. CDU und SPD denken über Braunkohle als Brückentechnologie nach. +++

Dass Atomkraft auch für die Dresdner ein Thema ist, wurde am Samstag bei der von, unter anderem, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen organisierten Demonstration klar.

Rund 3500 Atomgegner, angereist aus ganz Sachsen, versammelten sich vor dem Neustädter Bahnhof, um sich dem Demonstrationszug für einen baldigen Atomausstieg von der Neustädter auf die Altstädter Seite der Landeshauptstadt, anzuschließen.

Eine Demonstration gegen Atomkraft in Sachsen, ein Bundesland ohne Atomkraftwerke, könnte durchaus für Verwirrung sorgen, wäre da nicht das Energiekonzept der Sächsischen Regierung. 

Interview mit Dirk Reelfs (CDU), Fraktionspressesprecher im Sächsischen Landtag (im Video) 

Nun haben sich die Fraktionen auf Bundesebene weitgehend geeinigt, bis 2022 soll in Deutschland der Atomausstieg vollzogen sein. Dieser Plan kommt auch bei den Dresdnern gut an.

Umfrage unter Dresdnern (im Video)

Für die Umstellung auf erneuerbare Energien in Sachsen gibt es bereits seit der vergangenen Legislaturperiode Vorschläge von den Sozialdemokraten. 

Interview mit Sabine Friedel (SPD), Landtagsabgeordnete (im Video)

Jetzt findet dieser Vorschlag auch in der CDU Fraktion Zustimmung. 

Interview mit Dirk Reelfs (CDU), Fraktionspressesprecher im Sächsischen Landtag (im Video) 

In wie weit die Braunkohle in Sachsen nun als Brückentechnologie genutzt wird und wie der Atomausstieg genau aussehen soll, wird nun in Berlin diskutiert.
Sicher ist, dass die Demonstranten, die am Samstag durch Dresden zogen, nun mehr denn je, auf ein atomstromfreies Deutschland hoffen können.

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