Atomkraftwerk Temelin – GRÜNE rufen zu Einwendungen gegen das AKW auf

Zwei neue Reaktorblöcke sollen das größte Atomkraftwerk Tschechiens erweitern. Die Sicherheitsfrage ist noch völlig ungeklärt. Die GRÜNEN fordern Widerspruch. Mehr unter www.dresden-fernsehen.de +++

GRÜNE bieten auf ihrer Homepage eine Mustereinwendung an

„Temelin liegt in einem der bevölkerungsreichsten Bezirke Südtschechiens und nicht einmal 180 Kilometer von der sächsischen Grenze entfernt“, erklärt Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der sächsischen Grünen. „Die Sicherheitsfragen der zwei neuen Reaktorblöcke sind völlig ungeklärt. Die Pläne der tschechischen Regierung ignorieren die ständigen Störfälle des erst 2002 in Betrieb gegangenen alten AKW. Kernkraft bleibt eine unverantwortliche, teure Risikotechnologie: Es gibt nirgendwo sichere, katastrophenfeste Atommeiler und kein einziges genehmigtes und betriebsbereites Endlager. Zudem stellt der Abbau des weltweit knapper werdenden Urans die betroffenen Regionen vor riesige Probleme für Gesundheit und Umwelt.

„Es ist offenkundig, dass die massive Steigerung der Stromproduktion in Temelin nicht für den tschechischen Markt geplant ist, sondern ausschließlich in den Stromexport fließen soll“, kritisiert Zschocke. „Dieser überschüssige Strom wird dann europaweit zu Ramschpreisen angeboten und wird so zum Hindernis beim Übergang zu einer nachhaltigen Versorgung mit erneuerbaren Energien – auch in Sachsen.“ Möglich sind die Pläne nur, weil der staatseigene Stromkonzern CEZ dahinter steckt. Private Investoren würden das Investitionsrisiko eines neuen AKW-Baus nicht mehr eingehen.“, so Volkmar Zschocke abschließend.

Die GRÜNEN bieten auf der Homepage eine Mustereinwendung an, die Grundlage für die persönliche Einwendung sein kann. www.gruene-sachsen.de/fileadmin/media/aktionen/2010_Mustereinwendung-Temelin.pdf

Das Einwendungsverfahren gegen die Erweiterung des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin hat Anfang August begonnen. Einwendungen müssen bis zum 31. August an die tschechischen Regierung gesandt werden. Die Planungsunterlagen sind zu finden unter www.smul.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/21745.htm

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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