Auch AOK soll Versichertengelder zurückzahlen

Nachdem die IKK Sachsen und die Knappschaft angekündigt haben, ihren Krankenversicherten eine Beitragsrückerstattung zu gewähren, wächst der Druck auf die AOK Plus, ihren Mitgliedern ebenfalls eine Prämie zu zahlen.

„Die AOK darf nicht abseits stehen und muss ihren Versicherten nicht benötigte Beitragsgelder zurückzahlen“, forderte CDU-Sozialpolitiker Alexander Krauß. Aus dem Gesundheitsfonds erhalte die AOK Plus deutlich mehr Geld als sie benötige. Dieses Geld gehöre den Beitragszahlern in Sachsen und dürfe nicht anderen Ortskrankenkassen zugute kommen. „Es darf nicht passieren, dass sächsische Versicherte für eine schlechte Krankenhauspolitik in Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin aufkommen“, sagte Krauß.

Das Bundesversicherungsamt habe in der vergangenen Woche die notwendigen Zahlen vorgelegt, sodass nun jede Kasse genau berechnen könne, wie hoch eine Rückzahlung ausfallen kann. Dies gelte unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung, sagte Krauß. Das Risiko rückläufiger Beitragseinnahmen trage im kommenden Jahr ausschließlich der Bund.

Bei der AOK Plus ist mehr als jeder zweite Sachse krankenversichert. Allein durch den einheitlichen Beitragssatz zum 1. Januar stiegen die Beiträge eines Durchschnittsverdieners, der bei der AOK Plus versichert ist, um 19,45 Euro pro Monat. Der Beitragssatz für AOK-Versicherte in Sachsen steigt von 12,9 Prozent auf 15,5 Prozent.

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