Auch Niners unterliegen knapp

Trotz kämpferischen Einsatzes haben sich die Niners in einem bis zum Schluß spannenden Duell den Gästen aus Rhöndorf mit 68 zu 74 geschlagen geben müssen.

 Nach Trainer Magarity haben die Niners beherzt gekämpft und sich dennoch das Leben selbst schwer gemacht. Die mangelnde Konsequenz im Abschluss war letztlich spielentscheidend.

1250 Chemnitzer Fans sahen zunächst wie die Gäste das Spielgeschehen bestimmten und bis zur fünften Spielminute schnell auf 11:6 davonzogen. Die Chemnitzer blieben ganze vier Minuten ohne Korberfolg. Doch die Magarity-Riesen gaben nicht auf, kämpften weiter und griffen in der Verteidigung sowie bei den Abprallern unterm Korb nun entschlossener an. Allen voran Yusuf Baker, der neben 17 Punkten insgesamt vier Blocks und 13 Rebounds auf seinem Konto verbuchen konnte. Der Rückstand schmolz indessen immer weiter. Bis auf zwei Punke waren die Chemnitzer herangekommen, als Scharfschütze Christian Grosse erneut traf und damit den Halbzeitstand von 37:31 für die Rhöndorfer Gäste markierte.

Nach der Pause zogen die Westfalen das Tempo an, aber Chemnitz antwortete prompt. Mittlerweile hatte Coach Magarity auf Zonenverteidigung umgestellt, was die Gäste kurzzeitig aus dem Konzept brachte. Ein Dreier von Spielmacher Kelvin Parker erhöhte die Rhöndorfer Führung auf neun Punkte, doch Kapitän Russell konterte im Gegenzug ebenfalls von der Dreipunktelinie. Vier schnelle Punkte von Christian Simmons und Blake Shelton wendeten das Blatt wieder. Die NINERS waren zurück im Spiel.

Zwischen beiden Teams entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Allerdings waren die Dragons in dieser Phase nie um eine gute Antwort verlegen. Dabei war es erneut Christian Grosse, der seine Mannschaft auf Erfolgskurs hielt und den Vorsprung vor der letzten Pause auf 53:50 ausbaute. Angefeuert von ihren lautstarken Fans glich die BV durch Yusuf Baker neun Minuten vor Schluss erstmals aus. Tempobasketball bestimmte nun das Spielgeschehen. Mitte des letzten Abschnitts zogen die Chemnitzer bis auf vier Punkte davon, versäumten es aber den Abschluss weiterhin konsequent am Brett zu suchen. Stattessen lief der Ball uneffektiv und ohne Punktgewinn durch die eigenen Reihen. Rhöndorf nutzte dies clever aus und aufgrund der Chemnitzer Foulbelastung gelangen dem Stolz-Team allein acht Freiwürfe in der letzten Minute.